Universitätsmedizin Mainz Erstes Zentrum für Personalisierte Onkologie in Rheinland-Pfalz

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Das neu gegründete „Zentrum für Personalisierte Onkologie“ der Universitätsmedizin Mainz wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert – als erstes seiner Art in Rheinland-Pfalz.

Ziel der Personalisierten Onkologie ist es, die Therapie auf die spezifischen genetischen Veränderungen der Zellen und weitere Tumormerkmale der Patientinnen und Patienten abzustimmen.(© TopMicrobialStock – stock.adobe.com)
Ziel der Personalisierten Onkologie ist es, die Therapie auf die spezifischen genetischen Veränderungen der Zellen und weitere Tumormerkmale der Patientinnen und Patienten abzustimmen.
(© TopMicrobialStock – stock.adobe.com)

Krebserkrankungen resultieren aus individuellen genetischen Veränderungen, jeder Tumor ist daher anders. Auch ob eine bestimmte Therapie wirksam ist, hängt von individuellen Faktoren sowohl des Tumors als auch der Patienten ab. Die Personalisierte Onkologie untersucht diese individuellen Gegebenheiten, um dann die Behandlung optimal darauf abzustimmen.

In Deutschland wird der Aufbau von Zentren für Personalisierte Onkologie im Rahmen des Deutschen Netzwerks für Personalisierte Medizin (DNPM) gefördert, eines Innovationsfonds-Projekts des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Das im Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Mainz integrierte Zentrum für Personalisierte Onkologie ist das erste dieser Art in Rheinland-Pfalz. Bereits seit 2016 zähle das UCT Mainz zu den 15 Onkologischen Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe, erklärt der Leiter des UCT Mainz, Univ.-Prof. Dr. Thomas Kindler. „Wir sind stolz, dass das am UCT Mainz neu gegründete Zentrum für Personalisierte Onkologie Mainz (ZPO) die anspruchsvollen Zertifizierungskriterien der Deutschen Krebsgesellschaft erfüllt hat und als erstes Zentrum für Personalisierte Medizin – Onkologie in Rheinland-Pfalz erfolgreich zertifiziert wurde“, so Kindler.

Um die molekularen Besonderheiten der individuellen Erkrankung einer Patientin oder eines Patienten zu entschlüsseln, nutzt das ZPO Mainz als molekulare Diagnostikmethode das Next Generation Sequencing (NGS). Damit lassen sich Tumorgewebe genetisch analysieren und individuelle Veränderungen des Tumors identifizieren. Daraus lässt sich auch ableiten, ob der Tumor auf ein bestimmtes Medikament anspricht. Auf dieser Basis kann dann ein individuell passender Therapieplan erstellt werden. Voraussetzung für den Erfolg dieser personalisierten Therapien ist auch eine enge Vernetzung von Expertinnen und Experten aus den Fachbereichen, so arbeiten etwa im ZPO Mainz 23 Fachabteilungen der Universitätsmedizin zusammen. Gerade bei komplexen Fällen, bei denen leitlinienbasierte Therapien fehlen oder ausgeschöpft sind, tauschen sich die Expertenteams dazu in speziellen Molekularen Tumorboards aus.

„Unser Ziel ist es, den Patientinnen und Patienten den Zugang zu dieser molekularen Diagnostik zu erleichtern und somit innovative, personalisierte Behandlungsoptionen zu ermöglichen“, erklärt Dr. Alexander Desuki, Sprecher des ZPO der Universitätsmedizin Mainz. Dazu gehöre auch, klinische Studien für die Betroffenen zu identifizieren und einfacher zugänglich zu machen.

Gemeinsam mit den anderen Zentren des DNPMs will das ZPO Mainz an der fortlaufenden Wissensgenerierung für personalisierte Therapien arbeiten.

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