„Beitrag für die Medizin der Zukunft“ Goethe-Universität gründet Institut für Digitale Medizin

Von Natalie Ziebolz 2 min Lesedauer

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Die Forschung für neue Entwicklungen im Gesundheitswesen voranzutreiben – das ist das erklärte Ziel des neuen Instituts für Digitale Medizin und Klinische Datenwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt. Prof. Janne Vehreschild wurde auf die dazugehörige Stiftungsprofessur berufen.

Prof. Dr. Janne Vehreschild, Goethe-Universität Frankfurt.(Bild:  Uwe Dettmar)
Prof. Dr. Janne Vehreschild, Goethe-Universität Frankfurt.
(Bild: Uwe Dettmar)

Die Möglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen müssen sowohl für die Krankenversorgung als auch für die Forschung besser genutzt werden. Zwar gibt es mit der bundesweiten Medizininformatik-Initiative oder dem Roll-out der elektronischen Patientenakte (ePA) Initiativen, die dieses Ziel forcieren, doch dies ist laut dem Jahresgutachten 2021 des Sachverständigenrats nicht ausreichend.

Mit der Gründung des „Instituts für Digitale Medizin und Klinische Datenwissenschaften“ an der Goethe-Universität in Frankfurt soll daher nun die Forschung für neue Entwicklungen im Gesundheitswesen vorangebracht werden. Die Leitung des Instituts übernimmt Prof. Dr. Janne Vehreschild, der gleichzeitig die neu geschaffene Professur für Digitale Medizin und Klinische Datenwissenschaften bekleidet. Diese Professur wird in den kommenden fünf Jahren mit rund 1,2 Millionen Euro von der Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung finanziert. „Die Coronakrise hat gezeigt, wie wichtig Gesundheitsdaten und digitale Werkzeuge für das Krisenmanagement sind. Wir sind stolz, mit unserer Stiftungsprofessur einen bedeutenden Beitrag für die Medizin der Zukunft leisten zu können“, erklärte Dr. Jürgen Staiger, Stiftungsvorstand der Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung, diesbezüglich.

„Datenwissenschaften und Digitalisierung sind zentrale Elemente der strategischen Weiterentwicklung unserer Universitätsmedizin. Mit dem University Center for Digital Health Care (UCDHC) haben wir bereits eine Plattform geschaffen, um diese Themen gemeinsam voranzutreiben. Wir freuen uns, dass Prof. Janne Vehreschild dieses Zukunftsfeld verstärken und die datenbasierte Medizin weiterentwickeln wird“, ergänzte Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt.

Vehreschild ist Hämatologe, Onkologe, Internist und Datenspezialist. Bereits während seines Studiums der Humanmedizin arbeitete er als Datenbank- und Softwareentwickler. Von 2005 bis 2019 war er schließlich an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln tätig – zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, anschließend als Oberarzt für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie mit der Zusatzbezeichnung Infektiologie. Parallel gründete er 2013 die Arbeitsgruppe „Kohorten in der Infektionsforschung“. Gefördert wurde diese als unabhängige Nachwuchsgruppe durch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung. 2017 wurde Janne Vehreschild auf Basis dessen zum Professor für Translational Cohorts in HIV Research an der Universität Köln ernannt. 2019 wechselte er an die Medizinische Klinik 2 des Zentrums für Innere Medizin am Universitätsklinikum Frankfurt; ebenfalls als Oberarzt.

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