KI im Gesundheitswesen Hartmannbund diskutiert ethische Leitplanken

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

Der Hartmannbund will sich in den kommenden Monaten stärker mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Medizin auseinandersetzen. Bei aller technologischen Innovation müsse die Menschlichkeit im Gesundheitswesen erhalten bleiben, betonen die Verantwortlichen. Ein entsprechendes Thesenpapier dient als Ausgangsbasis.

Der Hartmannbund will vermehrt über die Auswirkungen von KI und anderen technologischen Neuerungen auf die Gesundheitsversorgung diskutieren.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Der Hartmannbund will vermehrt über die Auswirkungen von KI und anderen technologischen Neuerungen auf die Gesundheitsversorgung diskutieren.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Der Hartmannbund will sich verstärkt mit der digitalen Transformation des Gesundheitswesens und insbesondere mit der Integration Künstlicher Intelligenz (KI) in medizinische Versorgungsprozesse befassen. Ein neu gestarteter Diskussionsprozess soll in den kommenden Monaten Leitplanken für die Entwicklung eines zukunftsfähigen digitalen Gesundheitssystems definieren.

Die Initiative basiert auf einem Thesenpapier, das Dr. Theodor Uden, Vorstandsmitglied des Hartmannbundes und Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Hirsch vom Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin der Universität Marburg erarbeitet hat. Uden verweist darauf, dass technologische Innovationen und die Künstliche Intelligenz schon jetzt grundlegende Strukturen der Gesundheitsversorgung änderten. Es sei an den Ärztinnen und Ärzten, diese aktiv mitzugestalten: „Ziel unserer Initiative ist es, eine Debatte über ein zukunftsfähiges, und zugleich menschliches und Ethos bewahrendes Gesundheitswesen im Kontext digitaler Innovationen zu führen.“

Die Initiative basiert auf einem Thesenpapier, das Dr. Theodor Uden, Vorstandsmitglied des Hartmannbundes und Facharzt für Kinder- und Jugendmedsdizin, gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Hirsch vom Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin der Universität Marburg erarbeitet hat. Uden verweist darauf, dass technologische Innovationen und die Künstliche Intelligenz schon jetzt grundlegende Strukturen der Gesundheitsversorgung änderten. Es sei an den Ärztinnen und Ärzten, diese aktiv mitzugestalten: „Ziel unserer Initiative ist es, eine Debatte über ein zukunftsfähiges, und zugleich menschliches und Ethos bewahrendes Gesundheitswesen im Kontext digitaler Innovationen zu führen.“

Der Hartmannbund-Vorsitzende Dr. Klaus Reinhardt betont insbesondere die Notwendigkeit, neben den technischen Möglichkeiten auch gesellschaftliche Aspekte im Auge zu behalten: „Bei aller berechtigen Faszination für die medizinischen und technischen Möglichkeiten von KI gilt es, die ethischen und gesellschaftlichen Aspekte im Auge zu behalten.“ Prof. Hirsch pflichtet dieser Position bei: „Für KI-Systeme, die der Ärzteschaft zur Hand gehen, müssen dieselben ethischen Standards und Werterahmen gelten, wie für die Ärztinnen und Ärzte selbst.“ Diese Anforderung stelle vor allem die Entwickler von KI-Systemen vor neue Herausforderungen.

Der Mehrwert digitaler Technologien steht für alle drei Experten außer Frage. das Potenzial reiche von der Prävention über die Gestaltung von Erstkontakten und die häusliche Selbstversorgung bis hin zu komplexen klinischen Entscheidungsfindungen. Gleichermaßen betont der Hartmannbund die Notwendigkeit, bewährte Elemente ärztlichen Handelns wie Verantwortungsübernahme, Verlässlichkeit und Menschlichkeit als Kernelemente der Gesundheitsversorgung zu bewahren und bei der Einführung neuer Versorgungselemente mitzudenken.

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