Identity- und Access-Management (IAM)

IAM im Klinikumfeld: Vorteile für Personal und Patienten

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Wird im Zuge des KHZG nun mehr in IT-Sicherheit und Identitätsmanagement investiert?

Buck: Insgesamt hat das KHZG zu mehr Investitionen in die IT-Infrastruktur geführt. Auf der diesjährigen DMEA haben wir 230 Besucher der DMEA zu IT-Investitionen und Cybersicherheit in ihren Einrichtungen befragt. Der Grundtenor war sehr positiv: Rund die Hälfte der befragten Teilnehmer gab an, dass durch das KHZG mehr Investitionen in die IT-Sicherheit getätigt wurden. Die Krankenhäuser befinden sich mitten in der Auswahl, Planung und Umsetzung der mit dem KHZG angestrebten IT-Investitionen und Förderprojekte. Grundsätzlich scheinen das KHZG und die damit verbundenen Investitionen in die medizinische IT-Infrastruktur in den Krankenhäusern und Kliniken angekommen zu sein und erste Effekte zu zeigen.


Allerdings bindet die Umsetzung des KHZG interne Fachkräfte in nicht unerheblichem Maße. Schließlich darf nicht vergessen werden, dass eine solche Rundumerneuerung der digitalen Infrastruktur zumeist im laufenden Betrieb eines Krankenhauses stattfindet und mit dem eigentlichen Kerngeschäft, der medizinischen Versorgung der Patientinnen und Patienten, nur schwer vereinbar ist.
Der grassierende Fachkräftemangel, der zunehmend auch die IT-Branche beschäftigt, verschärft das Problem. Vielfach wird beklagt, dass trotz gestiegener finanzieller Mittel viele IT-Projekte erst in der Konzeptionsphase stecken, weil geeignete Fachkräfte und Projektpartner für die Umsetzung schwer zu finden sind. Dies ist nicht verwunderlich, denn durch das KHZG konkurrieren viele Kliniken gleichzeitig um die besten Mitarbeiter und vertrauenswürdige IT-Anbieter.
Damit sich Kliniken auch in Zukunft auf ihr Kerngeschäft, die Versorgung und Behandlung von Patienten, konzentrieren können, gewinnen Managed Services zunehmend an Bedeutung. Dabei wird nicht nur ein bestimmtes IT-Produkt gekauft, sondern auch der Evaluierungs- und Implementierungsprozess als Dienstleistung erbracht.

Ein effektives Change Management ist entscheidend, um eine reibungslose Implementierung und Benutzerakzeptanz zu gewährleisten

Wie groß ist in diesem Zusammenhang der Beratungsbedarf bei den IT-Entscheidern in den deutschen Krankenhäusern – auch im Vergleich zu größeren Kliniken?

Buck: Da sich die Technologie und die Sicherheitslandschaft ständig weiterentwickeln, ist der Beratungsbedarf der IT-Entscheider in deutschen Krankenhäusern in Bezug auf IT-Sicherheit und Identitätsmanagement hoch. Es empfiehlt sich, dass Krankenhäuser eng mit Anbietern zusammenarbeiten, um ihre spezifischen Anforderungen zu verstehen und geeignete Lösungen zu implementieren.

Was sind die größten Herausforderungen bei der Planung und Einführung von IAM im Klinikumfeld?

Buck: Eine der größten Herausforderungen bei der Einführung einer IAM-Lösung im Krankenhausumfeld ist sicherlich die vorhandene Datenqualität und die Prozessreife. Hinzu kommt aber auch die Sensibilisierung des Krankenhauspersonals und die Einbindung der Stakeholder im Speziellen Personalabteilung, Datenschutz und Security. Es ist wichtig, dass alle Mitarbeiter die Vorteile der Lösung verstehen und lernen, sie richtig zu nutzen. Ein effektives Change Management ist entscheidend, um eine reibungslose Implementierung und Benutzerakzeptanz zu gewährleisten.

Auf der nächsten Seite: Tipps für kleinere Häuser & Bedeutung des IAM.

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