IT-Sicherheit Klinikum Ingolstadt wehrt Cyberattacke ab

Von Johannes Kapfer 1 min Lesedauer

Einrichtungen des Gesundheitswesens stellen – aufgrund der hochsensiblen Patientendaten – lukrative Angriffsziele für Cyberkriminelle dar. Durch schnelles Eingreifen der hauseigenen IT-Abteilung konnte das Klinikum Ingolstadt eine Cyberattacke im Keim ersticken und größeren Schaden abwehren.

Cyberattacken sind nicht nur für das Gesundheitswesen stark unternehmensgefährdend.(©  KHF – stock.adobe.com)
Cyberattacken sind nicht nur für das Gesundheitswesen stark unternehmensgefährdend.
(© KHF – stock.adobe.com)

Wenn Kriminelle erst einmal Zugriff auf die IT-Infrastruktur eines Unternehmens haben, Daten verschlüsselt wurden oder gar abgeflossen sind, sind meist langwierige Vorgänge notwendig, um die kompromittierten Systeme wieder operativ nutzen zu können. Was bei Unternehmen durchaus kritisch zu betrachten ist, kommt im Gesundheitswesen einer mittleren Katastrophe gleich.

Die IT-Verantwortlichen des Klinikums im bayerischen Ingolstadt hatten am achten Dezember ungewöhnliche Aktivitäten innerhalb ihrer IT-Infrastruktur korrekterweise als Beginn einer Cyberattacke erkannt und direkte Gegenmaßnahmen eingeleitet. Dadurch, dass der Fremdzugriff beinahe in Echtzeit erkannt wurde, blieb es beim „Ausspähen“ durch die Cyberkriminellen. Bevor diese weitere Schritte, wie etwa eine Vollverschlüsselung der Daten – eine sogenannte Ransomware-Attacke – durchführen konnten, hatten die Administratoren die Systeme bereits vom Netz getrennt.

In den vergangenen Tagen wurde, in Zusammenarbeit mit einem externen Sicherheitsdienstleister, das gesamte IT-Netz des Klinikums nach Schadcoderesten durchforstet. Im Nachgang an die Untersuchung konnte festgestellt werden, dass zu keinem Zeitpunkt weder Patientendaten zugänglich waren, noch dass der Klinikbetrieb durch die unterbrochene Cyberattacke beeinträchtigt wurde.

Dr. Andreas Tiete, Geschäftsführer Medizin, Pflege und Informationstechnologie und Ärztlicher Direktor im Klinikum Ingolstadt, erklärte, dass man bereits in der Vergangenheit stark in Präventionsmaßnahmen investiert habe und dies auch weiterhin plane. Der Erfolg gibt den Ingolstädtern Recht.

(ID:50270337)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung