Stimm-Biomarker
Mit KI Krankheiten an der Stimme erkennen

Von Nicola Hauptmann 5 min Lesedauer

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Mit KI-basierten Analysen stimmlicher Biomarker lassen sich Krankheiten bereits im Frühstadium erkennen. Das Potenzial der neuen, nicht-invasiven Methode ist groß. Prof. Dr. Dagmar Schuller erklärt im Interview, welche Biomarker und Technologien dafür genutzt werden – und was es noch braucht, um das Potenzial voll ausschöpfen zu können.

Prof. Dr. Dagmar Schuller ist Geschäftsführerin der audEERING GmbH.(Bild:   Katja Hentschel)
Prof. Dr. Dagmar Schuller ist Geschäftsführerin der audEERING GmbH.
(Bild: Katja Hentschel)

„Sprich, damit ich Dich sehe“ – der Sokrates zugeschriebene Ausspruch fasst prägnant zusammen, wie viel Stimme und Sprache über eine Person aussagen. Das betrifft auch die emotionale und gesundheitliche Verfassung. Als Menschen ist uns diese Erfahrung zutiefst vertraut, außerhalb dieser Erfahrung aber liegt für die meisten, in welchem Maß Künstliche Intelligenz Krankheiten aus der Stimme erkennen kann: KI-basierte Analysen stimmlicher Biomarker sollen die Früherkennung von Krankheiten wie Parkinson oder Multipler Sklerose ermöglichen. Wie das funktioniert, erläutert Prof. Dr. Dagmar Schuller, CEO bei audEERING.

Sie nutzen KI zur Früherkennung von Krankheiten, um Symptome früh einzuordnen, aber auch für verbesserte Therapien für Menschen mit neurodegenerativen und neurokognitiven Erkrankungen; audEERING stellt eine webbasierte Plattform für sprachbasierte Biomarker-Analysen zur Verfügung. Wie funktioniert denn die Technologie, auf der Website ist von rund 7.000 akustischen Merkmalen die Rede, die dabei zugrunde liegen?