Kurz nach Amtsantritt Neuer Präsident Schaade reformiert Robert-Koch-Institut

Von Chiara Maurer 1 min Lesedauer

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Neuer RKI-Präsident, neue Maßnahmen: Prof. Dr. Lars Schaade leitet Reformen ein. Ein Blick auf die geplanten Schritte zeigt: ein Fokus liegt auf dem Infektionsschutz und der Prävention von Pandemien.

Prof. Lars Schaade, Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach und Dr. Johannes Nießen,  Errichtungsbeauftragter des neuen Bundesinstituts (v. l.)(©  BMG/Thomas Ecke)
Prof. Lars Schaade, Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach und Dr. Johannes Nießen, Errichtungsbeauftragter des neuen Bundesinstituts (v. l.)
(© BMG/Thomas Ecke)

Prof. Dr. Lars Schaade, der neue Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), kündigt zum Start seiner Amtszeit bedeutende Reformen an. Ein zentraler Schritt ist die Verlagerung einer Unit des RKI an ein anderes Institut, das Bundesinstitut für Prävention und Aufklärung in der Medizin (Bipam). Diese Einrichtung wird künftig die Prävention im Bereich der nicht übertragbaren Krankheiten wie Krebs, Adipositas und Diabetes übernehmen. Das RKI wird weiterhin mit der Sammlung, Auswertung und Bewertung von entsprechenden Daten im Zusammenhang mit diesen Erkrankungen verantwortlich sein. So soll Bipam eine entscheidende Rolle in der öffentlichen Aufklärung spielen.

Auch die Bedeutung des elektronischen Meldesystems für Infektionskrankheiten bleibt bestehen. Das System, worüber Krankenhäuser, Arztpraxen und Labore in Deutschland ihre Daten übertragen, existierte zwar bereits vor Covid-19; dass Ärzte nun jedoch direkt an dieses System angebunden sind, erhöhe die Effizienz bei der Datenerfassung und -übermittlung, so Schaade.

Neben weiteren durch das RKI betriebenen Überwachungssystemen, wie etwa GrippeWeb, an dem die Bevölkerung teilnehmen kann, plant das Institut außerdem zusätzliche Querschnitts-Untersuchungen. In den kommenden Monaten wird dazu ein repräsentatives Panel von 30.000 Freiwilligen gestartet. „So finden wir heraus, wie häufig ein bestimmter Erreger in der Bevölkerung vorkommt“, erklärt Schaade. Trockenblutproben, die von den Teilnehmenden eingeschickt werden, sollen dazu im Labor des RKI analysiert werden. Diese Maßnahmen sollen die Überwachung und Früherkennung von Infektionskrankheiten weiter stärken.

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