Projekt ReGen Neues Projekt untersucht regionale Gesundheitsnetze

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Aus der Praxis lernen: Ein neues Innovationsfonds-Projekt analysiert Gesundheitsnetze und -regionen in Bayern, NRW und Schleswig-Holstein, um daraus allgemeine Indikatoren und Verbesserungsoptionen abzuleiten.

Das Projekt ReGen, das am 1. Januar 2026 startete, will anerkannte und nicht anerkannte Gesundheitsnetze und -regionen untersuchen und mit der Regelversorgung vergleichen.(Bild: ©  SG- design – stock.adobe.com)
Das Projekt ReGen, das am 1. Januar 2026 startete, will anerkannte und nicht anerkannte Gesundheitsnetze und -regionen untersuchen und mit der Regelversorgung vergleichen.
(Bild: © SG- design – stock.adobe.com)

Vernetzte Versorgung – das ist nicht nur die Zukunft, regionale Gesundheitsnetzwerke in den Bundesländern existieren längst. Allein in Westfalen-Lippe gibt es 25 anerkannte Zusammenschlüsse, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) erklärte.

Wie solche Praxisnetzwerke funktionieren und wie die einzelnen Bereiche – Prävention, Diagnose, Behandlung und Nachsorge – noch besser koordiniert werden können, das will jetzt ein neues Innovationsfonds-Projekt untersuchen. Unter Leitung der TU München (Fachgebiet für Gesundheitsökonomie) analysiert das Projekt „Regionale Gesundheitsnetze und -regionen evaluieren und weiterentwickeln“ (ReGen) Gesundheitsnetze und -regionen in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Konsortialpartner sind die AOK Bayern, AOK Rheinland/Hamburg, BARMER sowie die Kassenärztlichen Vereinigungen Bayern, Nordrhein, Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe.

Im Ergebnis sollen universelle Indikatoren entwickelt werden, die unter anderem die Kontinuität der Versorgung entlang des Patientenpfads und die Koordination zwischen den Behandelnden abbilden.

Dazu sollen zunächst mittels Fragebögen und Interviews mit den Leistungserbringenden Erkenntnisse zu Erfolgsfaktoren, Qualitätssicherungsmaßnahmen, Übertragbarkeit und Vertragsgestaltung gewonnen werden. Die weiteren Schritte sind:

  • Vergleich von Gesundheitsnetzen und -regionen mit der Regelversorgung (in einem „quasi-experimentellen Studiendesign“),
  • Erhebung der Zusammenarbeit der Behandelnden mittels sozialer Netzwerkanalysen und Aufzeigen zusätzlicher Kooperationsmöglichkeiten.

Das Projekt ReGen läuft ab Januar 2026 für drei Jahre, bis Dezember 2028, und wird über den Innovationsfonds des G-BA mit rund 1,8 Millionen Euro gefördert.

Beispiel Westfalen-Lippe

Die KVWL zählt in Westfalen-Lippe 25 anerkannte Praxisnetze. Diese sollen die sektorenübergreifende Zusammenarbeit ausbauen sowie einheitliche Qualitätsstandards definieren und umsetzen. Ziel ist eine wohnortnahe ambulante medizinische Versorgung mit höherer Qualität und Effizienz. Gleichzeitig spielen die Praxisnetze eine wichtige Rolle in der Aus- und Weiterbildung medizinischer Nachwuchskräfte: 470 Netz-Mitglieder sind als Weiterbildungsbefugte tätig, 190 als Lehrärzte. „Unsere Praxisnetze sind ein elementarer Baustein der ambulanten Versorgung“, sagt Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der KVWL. Es gelte, diese Versorgungsstrukturen verstärkt zu fördern und auszubauen. Diane Weber, Leiterin des KVWL-Geschäftsbereichs Innovative Versorgungsformen und Praxisnetze, ergänzt: „Wir gehen im ‚Land der Netze‛ gerne weiter voran, denn die Zusammenschlüsse in Westfalen-Lippe zeigen eines ganz deutlich: Kooperative Versorgungsformen sind unverzichtbar.“

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