MVZ OP-Zentrum für die ambulante Versorgung

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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In Berlin-Mitte wurde kürzlich ein ambulantes OP-Zentrum innerhalb eines MVZ eröffnet, das sich an Klinikstandards orientieren will. Das MVZ sieht sich als Bindeglied zwischen Hausarztpraxis, Facharzt und ambulanter Chirurgie.

Das ambulante OP-Zentrum des MVZ „VenaZiel“ wurde kürzlich in Berlin-Mitte eröffent.(Bild:  Nicography)
Das ambulante OP-Zentrum des MVZ „VenaZiel“ wurde kürzlich in Berlin-Mitte eröffent.
(Bild: Nicography)

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) „VenaZiel Berlin“ hat sein neues ambulantes OP-Zentrum feierlich eröffnet. Über 70 geladene Gäste aus Gesundheitspolitik, ärztlicher Praxis, Wissenschaft, Medien und Presse folgten der Einladung auf die Dachterrasse am Checkpoint Charlie – direkt über dem Standort in der Charlottenstraße.

Der Anspruch des MVZ ist hoch. „Wir sehen uns als Bindeglied zwischen Hausarztpraxis, Facharzt und ambulanter Chirurgie“, erklärt das Unternehmen auf Anfrage unserer Redaktion. Der Fokus liege auf minimalinvasiven, patientenschonenden Eingriffen – im Gegensatz zum Krankenhaus könne man aber eine individuelle Betreuung ohne lange Wartezeiten anbieten. „Gleichzeitig leisten wir mehr als viele Einzelpraxen – mit OP-Saal, Anästhesie und strukturierter Nachsorge“, so das MVZ. Die Patientinnen und Patienten sollen alles aus einer Hand bekommen: vom Erstgespräch bis zur Kontrolle nach dem Eingriff.

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Im neuen OP-Zentrum der Klasse 1B führt das MVZ Eingriffe durch, die bislang fast ausschließlich stationär behandelt wurden, wie Leistenbrüche, Krampfadern, Hämorrhoiden oder Steißbeinfisteln. Auch Patienten mit Lipödem oder proktologischen Beschwerden können sich hier behandeln lassen. Eine allgemeinmedizinische Sprechstunde, Check-ups und präventive Angebote runden den Service ab.

Wir wollen zeigen, dass Ambulantisierung nicht bei kleineren Eingriffen stehen bleiben muss. Unser Zentrum steht für medizinische Qualität, die sich an Klinikstandards orientiert, aber ambulant, digital organisiert und menschlich geführt ist.

Dr. Hamidreza Mahoozi, Facharzt für Allgemein- und Thoraxchirurgie sowie
Gründer von VenaZiel

Digitale Prozesse

Auch technisch will das MVZ ganz vorne mitspielen. Das Zentrum arbeitet mit einer digitalen Patientenakte inklusive OP-Dokumentation und direkter Laboranbindung. Auch interne Abläufe wie OP-Planung, Dokumentation, Qualitätsmanagement und Aufklärung sind digital integriert. Überweisende Kolleginnen können eingebunden und strukturiert rückgemeldet werden. „Für uns ist Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug für bessere, schnellere Versorgung“, betont das Unternehmen. „Die Kombination aus ärztlicher Expertise und datengetriebenem Workflow macht das Konzept einzigartig in Berlin.“

Die telemedizinischen Angebote stehen kurz vor dem Start. Laut MVZ steht die technische Infrastruktur, der operative Einsatz soll in wenigen Tagen beginnen. Geplant seien unter anderem Videosprechstunden für Erstberatungen, Verlaufskontrollen und Nachsorge kleinerer Eingriffe. Eine digitale Fotodokumentation soll die Wundkontrolle – insbesondere bei Patientinnen mit weiter Anreise – erleichtern. Auch digitale Fachkonsile mit Hausärztinnen und Überweisern sind geplant. „Unser Ziel: persönliche Medizin, unterstützt durch moderne Technik – effizient, sicher und nah am Menschen.“

Medizinische Versorgungszentren sieht VenaZiel als Zukunft der ambulanten Versorgung. Die „fachübergreifende Versorgung aus einer Hand“ sei „effizient, zugänglich und patientennah“. Das Modell MVZ vereine „medizinische Qualität mit organisatorischer Professionalität“.

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