Enterprise-Mobility-Management Optimale Verwaltung und Sicherheit von Geräten im Gesundheitswesen

Ein Gastbeitrag von Stefan Mennecke 4 min Lesedauer

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Die Digitalisierung prägt den Gesundheitssektor in Deutschland, wobei mobile Geräte eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Um die Sicherheit sensibler Patientendaten zu gewährleisten, setzen Gesundheitseinrichtungen vermehrt auf moderne IT-Lösungen wie das Enterprise-Mobility-Management (EMM).

In Gesundheitseinrichtungen werden die zahlreichen stationären Geräte vermehrt durch mobile Lösungen ergänzt.(Bild:  kwanchaift – stock.adobe.com)
In Gesundheitseinrichtungen werden die zahlreichen stationären Geräte vermehrt durch mobile Lösungen ergänzt.
(Bild: kwanchaift – stock.adobe.com)

Die unaufhaltsame Digitalisierung hat auch den Gesundheitssektor in Deutschland erfasst. Im Streben nach optimaler Patientenversorgung und verbesserten Behandlungsergebnissen setzt auch die Gesundheitsbranche vermehrt auf mobile Geräte. Diese ermöglichen nicht nur die sichere Erhebung von Patientendaten und die Aktualisierung von Krankenakten, sondern unterstützen auch dabei, tiefere Einblicke in die gesammelten Daten zu gewinnen. Die erweiterten Funktionen von Mobilgeräten und die Fortschritte in der technischen Infrastruktur von Healthcare-Einrichtungen eröffnen Gesundheitsarbeitern eine Reihe neuer Möglichkeiten.

Digitaler Wandel im Gesundheitswesen: Technologie als Eckpfeiler für effektive Patientenversorgung

Vernetzte Mobiltechnologie ist nicht nur in Kliniken, sondern auch bei der hochwertigen häuslichen Patientenversorgung entscheidend. Die Erwartungen der Patienten an schnelle und zuverlässige Gesundheitsdienstleistungen werden durch die Vernetzung von Patientengeräten und medizinischem Fachpersonal erfüllt. Dies ermöglicht die Automatisierung und Vereinfachung von Arbeitsabläufen sowie die Echtzeitbereitstellung von Daten. Krankenhäuser können sicher auf Krankenakten zugreifen und sich untereinander vernetzen, um medizinische Informationen effizient auszutauschen.

Die Integration von Endgeräten mit fortschrittlichen Technologien hat mittlerweile einen Standardstatus erreicht, wobei 95 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie von SOTI im Gesundheitswesen angaben, dass die Nutzung neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) oder Virtual Reality (VR) in ihren Organisationen eine hohe Priorität hat. In über drei Vierteln (78 Prozent) der Organisationen in Deutschland wird die Einführung solcher Technologien geprüft oder ist bereits erfolgreich implementiert worden. Dies unterstreicht den wachsenden Stellenwert von Innovation im Gesundheitswesen und die Bereitschaft der Branche, moderne Technologien zu nutzen, um die Patientenversorgung weiter zu verbessern.

Mobile Verwaltungsfähigkeit moderner IT-Lösungen als ultimative Grundvoraussetzung

Die Verwaltung und Sicherheit dieser Geräte, inklusive Sicherheit, Remote-Support, Anwendungsverteilung, Datenschutz und Geräteanalyse, ist entscheidend. Das Fehlen spezialisierter Lösungen erschwert vielen IT-Verantwortlichen die Umsetzung einer orchestrierten IT-Strategie. Diese ist jedoch unerlässlich, um den Gerätebestand umfassend über den gesamten Lebenszyklus zu verwalten, zu konfigurieren und sensible Daten, besonders die von Patienten, ausreichend zu schützen. Fast drei Viertel (73 Prozent) der Teilnehmer der SOTI-Studie gaben an, dass sie neue Geräte aufgrund von Legacy-Systemen aus der Entfernung weder erkennen noch verwalten können. Dadurch verfügen sie nicht über detaillierte Informationen hinsichtlich der Geräte selbst oder der Nutzung dieser und können auch keinen Fernsupport für diese leisten. Aufgrund ähnlicher Probleme ist es für Mitarbeiter oft schwierig, schnell auf Patientendaten zuzugreifen (43 Prozent).

Time is Money – Verluste durch Ausfallzeiten

Das Fehlen von Gerätemanagement-Tools zur Unterstützung von Ferndiagnose und -wartung kann dazu führen, dass Unternehmen wichtige Arbeitszeit verlieren, was sich in einem geringeren ROI widerspiegelt. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) der im Rahmen der Studie Befragten gab an, pro Arbeitswoche zwischen drei und fünf Stunden aufgrund von technischen oder systemischen Schwierigkeiten und damit verbundenen Ausfallzeiten zu verlieren. Bei etwa einem Fünftel (21 Prozent) sind es sechs bis acht Stunden. Das wirkt sich sowohl negativ auf die Effizienz und den Erfolg als auch die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter eines Healthcare-Unternehmens aus.

Sicherheit hat höchste Priorität – Datenschutzvorfälle bei 79 Prozent der Organisationen

Der Einsatz vernetzter Technologien ist immer mit Risiken verbunden, insbesondere die Sicherheit betreffend, was Vorbehalte und Bedenken schüren kann. So waren seit dem Jahr 2021 nahezu acht von zehn (79 Prozent) Organisationen im Gesundheitssektor in Deutschland von einem Datenschutzvorfall betroffen. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Studienteilnehmer gab an, seit 2021 Opfer eines externen Angriffs geworden zu sein, während bei 59 Prozent der Befragten Datenlecks auftraten, die durch Mitarbeiter verursacht wurden. Dementsprechend groß ist für drei Viertel (83 Prozent) die Sorge hinsichtlich der Sicherheit von Patientendaten, wie die mögliche Offenlegung, der Verlust, unautorisierter Zugriff und Diebstahl von Daten oder mangelnde Schutzmaßnahmen.

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) stellt nicht zuletzt strenge Anforderungen an Anbieter im Gesundheitswesen, um eine maximale Sicherheit der gesammelten und archivierten Daten zu gewährleisten.

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Die Lösung: Modernes Enterprise-Mobility-Management (EMM)

Um die größten Herausforderungen im Bereich mobiler Technik – unabhängig von Gerätetypen und Betriebssystemen – zu meistern, benötigen Unternehmen im Gesundheitswesen eine leistungsstarke, ganzheitliche Enterprise-Mobility-Management (EMM)-Lösung. Zentrale Rolle innerhalb des Enterprise Mobility Managements nimmt das Mobile Device Management (MDM) ein. Typische Aufgaben des MDM sind die Inventarisierung, zentrale Verwaltung und der Schutz im Einsatz befindlicher mobiler Endgeräte. Darüber hinaus unterstützt die Technologie Unternehmen im Gesundheitswesen bei der Festlegung und Durchsetzung von Nutzungsrichtlinien sowie der Überwachung und Konfiguration mobiler Gerätekommunikationsschnittstellen. Zusätzlich orchestriert sie die Bereitstellung aktueller Betriebssysteme und Applikationen, sorgt für eine regelmäßige Sicherung von Software und Daten, ermöglicht das Löschen oder Sperren verlorener oder gestohlener Geräte, protokolliert die Nutzeraktivitäten und stellt die Einhaltung gesetzlicher Datenschutzrichtlinien sicher.

Durch den Einsatz von EMM-Lösungen ist die ständige, ortsunabhängige Einsatzbereitschaft robuster Geräte – etwa Smartphones, Tablets, Handhelds oder Computer – für Mitarbeitende im Gesundheitswesen umfassend gewährleistet, da deren Zustand und Leistungsvermögen rund um die Uhr überwacht werden können. Sollten etwaige Probleme bei Geräten auftreten, können diese teilweise schon remote behoben werden. Ein sicherer Datentransfer zwischen Geräten und Systemen und die individuelle Zuweisung von Nutzerberechtigungen gewährleisten darüber hinaus den Schutz sensibler Patientendaten vor unbefugtem Zugriff.

Insgesamt ist eine EMM-Lösung das perfekte Werkzeug, um die immer weiter zunehmende Vernetzung von Lösungen, Applikationen, Geräten und Services umfassend und intelligent steuern, verwalten und überwachen zu können. Zentral, unkompliziert und effizient.

Der Autor

Stefan Mennecke ist VP of Sales, Middle East, Africa & Central, Southern and Eastern Europe bei SOTI.

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