Zentraler Speicher Radiologie: Abschied von der CD

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

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Digitales Bilddatenportal statt gebrannter Scheibe: Nach dem erfolgreichen Einsatz des neuen Portals in ambulanten radiologischen Praxen folgt nun der Roll-out an weiteren stationären Radiologie-Standorten der Helios Kliniken.

Helios speichert radiologische Aufnahmen künftig zentral.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Helios speichert radiologische Aufnahmen künftig zentral.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die Daten-CD ist so etwas wie das Faxgerät: veraltet, aber nicht totzukriegen. Letzteres will der Gesundheitsdienstleister Helios nun ändern: Ein Bilddatenportal soll künftig als zentrale Plattform für Upload, Freigabe und Austausch medizinischer Bilddaten dienen. Patientinnen und Patienten sowie zuweisende Arztpraxen können Bildmaterial darin digital bereitstellen. Fotos, die an einem Helios-Standort erstellt wurden, lassen sich über einen QR-Code herunterladen – unabhängig von Ort, Zeit und Endgerät.

Die Bilddaten werden dabei im Portal temporär auf eigenen Servern gespeichert – aktuell liegt der Speicherzeitraum bei drei Monaten mit einer Verlängerungsmöglichkeit auf sechs Monate.

„CDs als Datenträger kennt man heute fast nur noch aus dem Technikmuseum – und doch sind sie ausgerechnet in der Radiologie noch weit verbreitet“, sagt Ferdinand Nitschke, Leiter Digital bei Helios. „Dabei ist ihr Einsatz nicht nur unpraktisch, sondern auch zeitaufwendig – gerade dann, wenn jede Minute zählt.“ Denn eine aufwändige Suche entfällt, da die radiologischen Aufnahmen zentral gespeichert werden. Zudem lassen sich damit Doppeluntersuchungen vermeiden. Helios ist sicher: Auch die Kommunikation zwischen Patienten, behandelnden Ärzten und externen Praxen wird dadurch effizienter gestaltet.

Zugriff auf Bilddaten

Die Patienten erhalten ein Freigabedokument inklusive QR-Code und Zugangscode. Auf der Helios-Bilddatenportal-Seite können Patienten diesen Zugangscode eingeben, als zweiter Faktor wird das Geburtsdatum des Patienten genutzt. Danach kommt der Patient auf ein Vorschaubild seines medizinischen Bildes und kann dieses als .zip-Datei herunterladen.

Helios will die Nutzung des Bilddatenportals schrittweise an den stationären Helios-Standorten ausrollen. Die vollständige Umsetzung ist bis Frühjahr 2026 geplant. Der Zugriff über die elektronische Patientenakte ist indes noch nicht möglich. Laut Unternehmen ist aber eine Verknüpfung mit der Helios-Patientenakte angedacht.

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