Vielfalt als Sicherheitsstrategie

Security-Awareness-Trainer: Unterschiede nutzen

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Sechs Schlüsselelemente, die bei der Vorbereitung von Schulungsveranstaltungen zu berücksichtigen sind

Wenn Security-Awareness-Trainer diese Punkte berücksichtigt haben, dann können sie zum nächsten Schritt übergehen und die folgenden Tipps nutzen:

  • 1. Mit alltäglichen Themen das Bewusstsein schärfen: Security-Awareness-Trainer sollten gezielte Themen finden und mit dem Krankenhauspersonal über leicht verdauliche Themen wie die Gefahren des Online-Shoppings sprechen. Eine andere Möglichkeit sind Sitzungen für diejenigen, die als Eltern dafür sorgen wollen, dass ihre Kinder online sicher und aufgeklärt unterwegs sind.
  • 2. Die Sprache der Zielgruppe sprechen: Manche Menschen bevorzugen Zahlen und Statistiken, andere wiederum bevorzugen Storytelling, was ebenso wichtig sein kann. Wird dies so früh wie möglich erkannt, dann gelingt es, das Publikum auf der richtigen Ebene anzusprechen.
  • 3. Die Zielgruppe dort abholen, wo sie sich befindet: Manchmal reicht eine Broschüre aus (zum Mitnehmen, zum Lesen mit der Familie); viel zu oft jedoch wenden sich Trainer an die falsche Zielgruppe (z. B. IT oder ein bereits geschultes Publikum, aber nicht an die Mitarbeiter in den Betrieben selbst oder im Produktionsbereich).
  • 4. Kulturelle Unterschiede erkennen, sie anerkennen und versuchen, sie zu verstehen: Pflegekräfte und Ärzte verfügen über eine unterschiedliche Bildung und Ausbildung, arbeiten mit unterschiedlichen Geräten und sehen sich dadurch auch mit unterschiedlichen Bedrohungen konfrontiert. Diese Unterschiede gilt es im Training ebenfalls zu adressieren.
  • 5. Vorbehalte entkräften und abbauen: Zeit nehmen, um zu verstehen, dass eine negative Einstellung vielleicht damit zusammenhängt, wie die Cybersicherheit früher geschult wurde. Menschen haben manchmal auch einfach Angst vor Veränderungen. Negativität sollten Sie deshalb nicht persönlich nehmen. Finden Sie stattdessen einen Weg, Informationen so zu vermitteln, dass sie von den Teilnehmern bestmöglich verstanden werden.
  • 6. Beziehungen aufbauen: Trainer sollten sich Zeit nehmen, um Verständnis für das Publikum und dessen Welt aufzubauen. Sie sollten versuchen, alltägliche Beispiele zu verwenden und in das Training zu integrieren. Dann gelingt es, das Verhalten der Teilnehmer wie gewünscht und nachhaltig zu verändern.

Fazit

Ausgehend von der Prämisse, dass Menschen grundlegend verschieden sind und diese Diversität in ihrem Verhalten und ihrer Kultur zum Ausdruck kommt, haben Security-Awareness-Trainer die Möglichkeit, eine maßgeschneiderte Strategie für effektive Schulungen zu entwickeln. Indem sie die spezifischen Gegebenheiten und Bedürfnisse ihrer Zielgruppe berücksichtigen, können sie die Teilnehmer nicht nur motivieren, sondern diese auch für die Teilnahme an den Schulungsveranstaltungen begeistern. Solche maßgeschneiderten Schulungen haben das Potenzial, das Verhalten der Mitarbeitenden nachhaltig in gewünschter Weise zu verändern und tragen damit zu einer erhöhten Sicherheit sowohl innerhalb der Organisation – speziell in einem sensiblen Umfeld wie einem Krankenhaus – als auch im privaten Bereich bei. Eine solche Kultur des bewussten und sicheren Handelns erhöht den Reifegrad des Sicherheitsniveaus nachhaltig.

Die Autoren: Dr. Martin J. Krämer ist Security Awareness Advocate bei KnowBe4 und Inda Sahota ist Senior Manager Cyber Culture & Training bei der Fresenius Group.

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