Beispiel: Genomsequenzierung Treiber für den Geschäftserfolg

Ein Gastbeitrag von Paul Höcherl* 5 min Lesedauer

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Die richtige Auswahl bei Storage- und Datenmanagementlösungen spielt eine wesentliche Rolle, wenn Unternehmen und Einrichtungen die Vorteile von Technologien wie HPC und KI mit Hinblick auf die notwendige Einfachheit, Schnelligkeit und Sicherheit nutzen wollen.

Die Datenlandschaften in Unternehmen sind komplexer geworden. IT-Führungskräfte müssen sicherstellen, dass sie die richtigen Storage-Technologien wählen.(Bild:  ©cosmin4000, Getty Images via Canva.com)
Die Datenlandschaften in Unternehmen sind komplexer geworden. IT-Führungskräfte müssen sicherstellen, dass sie die richtigen Storage-Technologien wählen.
(Bild: ©cosmin4000, Getty Images via Canva.com)

Daten sind heute für jedes Unternehmen unerlässlich, und der Druck, aus ihnen Nutzen zu ziehen, wächst kontinuierlich. Bis zum Jahr 2025 werden jährlich 181 Milliarden Terabyte an Daten erzeugt, wobei der Online-Konsum allein im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen ist. Führungskräfte stehen nun vor der Herausforderung, nicht nur die ständig anfallenden Daten zu kontrollieren – von Internet-of-Things-Geräten bis hin zu medizinischen Scans – sondern auch relevante Erkenntnisse möglichst schnell zu gewinnen.

Erfolgreich werden diejenigen sein, die schnell auf Daten zugreifen können und moderne Technologien wie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen nutzen, um daraus einen geschäftlichen Mehrwert zu ziehen und Datenlücken zu schließen.

Datenkomplexität bewältigen

Die Datenlandschaft, mit der die meisten Unternehmen konfrontiert sind, ist sehr komplex geworden. Sie müssen eine Vielzahl von Datenquellen verwalten, angefangen von Kameras in Warenlagern bis hin zu CRM-Systemen (Customer-Relationship-Management). Und diese Daten existieren sowohl in der Cloud als auch auf lokalen Systemen.

Unternehmen müssen außerdem die Sicherheit von Kundendaten im Auge behalten. Trotz verstärkter Maßnahmen von Strafverfolgungsbehörden in Europa und USA erreichten die Ransomware-Angriffe im Jahr 2023 einen neuen Höchststand. Laut einer Studie von Spycloud gaben 81 Prozent der Organisationen an, mindestens einmal betroffen gewesen zu sein. Dementsprechend wird auch die Fähigkeit, Daten zu sichern und diese gegen Ransomware-Angriffe verteidigen, immer wichtiger.

Simplizität ist in vielen Fällen der Schlüssel, um sich Daten zu Nutzen zu machen. Kunden benötigen Datenmanagementlösungen, die interoperabel sind, damit wesentlich Erkenntnisse nicht in Silos stecken bleiben oder gefährdet werden. Dafür bieten sich Lösungen an, die die Einfachheit und Flexibilität der Cloud mit der Sicherheit und hohen Leistungsfähigkeit von Lösungen vor Ort kombinieren.

Storage hat sich von einer Nebensächlichkeit zu einem der grundlegenden Elemente der IT-Infrastruktur von Unternehmen entwickelt.

Storage hat sich von einer Nebensächlichkeit zu einem der grundlegenden Elemente der IT-Infrastruktur von Unternehmen entwickelt. Mit dem kontinuierlichen Wachstum der Daten, die Unternehmen generieren, müssen IT-Führungskräfte sicherstellen, dass sie die richtigen Storage-Technologien wählen. Herkömmliche Festplatten sind oft zu langsam, um die erforderliche Leistung zu liefern, insbesondere wenn es darum geht, KI-Anwendungen am Netzwerkrand zu betreiben – Flash-Lösungen ermöglichen zum Beispiel eine schnelle Implementierung von KI für Kunden. Mithilfe von Storage-Lösungen, die auf Software-Definied-Storage-Prinzipien basieren, können Kunden mit datenhungrigen KI-Workloads, ihre Speicherkapazitäten erhöhen, ohne Einbußen bei der Leistung hinnehmen zu müssen. Diese Art der Lösungen wird in den kommenden Jahren immer wichtiger werden.

Warum KI einen grundlegenden Wandel im Datenmanagement bewirkt

Künstliche Intelligenz möglichst nah an die Datenquelle zu bringen und die Daten dann sofort zu verwerten, wird immer wichtiger für Unternehmen. Nimmt man zum Beispiel eine Videokamera, die einen Lagerbereich überwacht: Früher wären die Informationen entweder direkt auf der Kamera zur Überprüfung verfügbar gewesen oder hätten zur Verarbeitung an ein Rechenzentrum gesendet werden müssen. Durch die Integration von künstlicher Intelligenz am Netzwerkrand ist ein sofortiger Datenzugriff möglich, was wiederum die nachfolgenden Entscheidungsprozesse verkürzt.

Durch effizientes Datenmanagement erhalten Führungskräfte wertvolle Erkenntnisse, die es ihnen ermöglichen, neue Dienste schnell einzuführen, bestehende zu erweitern und sogar ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es für Unternehmen entscheidend, über die passende Technologie zu verfügen und eine enge Zusammenarbeit zwischen den IT-Teams und anderen Abteilungen sicherzustellen. Dadurch können Daten zügig erfasst, KI schnell implementiert und die Ergebnisse den Geschäftsanwendern zugänglich gemacht werden.

Den Durchbruch schaffen

Die Lösungen für leistungsstarke Datenverwaltung eröffnen neue Wege für die Erkenntnisgewinnung, die sowohl Unternehmen als auch die Welt um uns herum verändern können. Das Biotech-Start-up Novo Genomics etwa nutzt KI, um menschlichen Gene mittels Genomik zu entschlüsseln, eines Bereiches der Biologie, der sich auf die Entschlüsselung des menschlichen Genoms (des vollständigen Satzes menschlicher DNA) konzentriert. Die Genomik bietet der Menschheit ein tieferes Verständnis der Ursachen von Krankheiten und hilft dabei, eine neue Ära der Medizin einzuleiten. Viele der Innovationen, die die moderne Genomik von heute antreiben, wären vor zehn Jahren kaum vorstellbar gewesen und beruhen auf speziellen Lösungen für die Datenverwaltung.

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Novo Genomics nutzt KI, um personalisierte Behandlungen durch Genomik und Multi-Omics zu entwickeln, nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere und Pflanzen (Agrigenomik). Dies erfordert die Nutzung und Verarbeitung riesiger Datenmengen, während die Forscher Genomsequenzen für ganze Populationen durchführen. Die enorme Datenmenge wird mithilfe von zwei Genomics-Optimisation-and-Scalability-Tool-Knoten (GOAST) von Lenovo verwaltet, die einen Satz von 32 Exomen (einen bestimmten Teil des Genoms) parallel in nur drei Stunden verarbeiten können.

Damit kann ein gesamtes menschliches Genom in weniger als einer Stunde analysiert werden. Um das einzuordnen: Vor einigen Jahren dauerte dieser Vorgang noch bis zu 150 Stunden.

Paul Höcherl, Product Manager ISG bei Lenovo(Bild:  Lenovo)
Paul Höcherl, Product Manager ISG bei Lenovo
(Bild: Lenovo)

Die Fortschritte bei der Genomsequenzierung könnten eine neue Ära der Präzisionsmedizin einläuten. Dabei werden individuelle Behandlungen basierend auf den einzigartigen genetischen Merkmalen jedes Einzelnen entwickelt. Diese personalisierten Behandlungen nutzen eine Kombination aus genomischer Analyse und Daten von tragbaren Geräten wie Wearables, um maßgeschneiderte Rezepte und Therapien zu ermöglichen, die genau auf die Bedürfnisse und genetischen Eigenschaften jedes Einzelnen abgestimmt sind. Die Datenverwaltung ermöglicht leistungsstarke Kombinationen von HPC, künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, die weltweit neue Entdeckungsfelder eröffnen und es der Menschheit ermöglichen, sich mit den großen Fragen von unheilbaren Krankheiten bis hin zum Klimawandel auseinanderzusetzen.

* Der Autor: Paul Höcherl, Product Manager ISG bei Lenovo

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei unserem Schwesterportal Storage-Insider.

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