KI-Sprachmodell unterstützt bei Erstellung der Epikrise UKE nutzt KI-Anwendung für Arztbriefe

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist das eigens entwickelte KI-Sprachmodell ARGO im Live-Betrieb. Es wird sukzessive allen UKE-Kliniken zur Verfügung gestellt und soll künftig auch in anderen Krankenhäusern deutschlandweit genutzt werden können.

Das neue KI-Sprachmodell des UKE wurde mit den Daten der digitalen Patientenakte des Uniklinikums trainiert. Diese wurde bereits 2009 eingeführt und umfasst sieben Millionen Fälle.(© UKE Unternehmenskommunikation)
Das neue KI-Sprachmodell des UKE wurde mit den Daten der digitalen Patientenakte des Uniklinikums trainiert. Diese wurde bereits 2009 eingeführt und umfasst sieben Millionen Fälle.
(© UKE Unternehmenskommunikation)

Der Arztbrief, der nach einem Krankenhausaufenthalt erstellt wird, ist mehr als eine Zusammenfassung von Daten und Befunden. In Form der sogenannten Epikrise erläutern und bewerten die behandelnden Mediziner darin auch den Behandlungsverlauf und die einzelnen Entscheidungen. Ärztinnen und Ärzte am UKE erhalten dabei jetzt Unterstützung durch ein eigens entwickeltes KI-Sprachmodell: Die Anwendung namens ARGO wurde mit den Datensätzen der digitalen Patientenakte des Uniklinikums trainiert, die sieben Millionen Fälle umfasst.

Auf Basis dieses gebündelten Wissens und der Daten aus dem jeweiligen Fall formuliert die KI einen Textentwurf der Epikrise. Durch das Training anhand der UKE-Fälle und die hohen Qualitätsstandards sei ARGO sehr exakt, sagt Dr. Nils Schweingruber. Er ist Geschäftsführer der UKE-Tochtergesellschaft IDM gGmbH, die das KI-Modell entwickelt hat. Die KI-Anwendung ist nach einer Testphase bereits im Live-Betrieb und wird sukzessive allen Kliniken des UKE zur Verfügung gestellt.

Spannend an ARGO sei die zugrunde liegende Technologie, erklärt Dr. Julius Obergassel, ebenfalls Geschäftsführer der IDM gGmbH: „Unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zeigen, dass ,ARGO‘ Behandlungsverläufe von Patient:innen verstehen und im Modell repräsentieren kann.“ Das Modell könne somit nicht nur Entlassbriefe schreiben.

IDM steht für „Innovative Digitale Medizin“ – das 2024 gegründete gemeinnützige Unternehmen entwickelt KI-Anwendungen für den klinischen Alltag, die künftig auch anderen Kliniken und Forschungseinrichtungen bundesweit zur Verfügung gestellt werden sollen.

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