Bertelsmann Stiftung und fbeta präsentieren TI-Radar Patientenpfade im digitalen DMP Diabetes

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Das dDMP für Diabetes nimmt Gestalt an: Bertelsmann Stiftung und fbeta präsentieren „Patientenpfade im digitalen DMP Diabetes“ und zeigen mit einem eigens entwickelten TI-Radar, welche technischen Bausteine dafür zur Verfügung stehen soll(t)en.

Das digitale DMP Diabetes soll die Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten stärken und die Praxisteams entlasten.(Bild: ©  Pixel-Shot – stock.adobe.com)
Das digitale DMP Diabetes soll die Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten stärken und die Praxisteams entlasten.
(Bild: © Pixel-Shot – stock.adobe.com)

Die Versorgung von Diabetespatienten in Deutschland hat sich mit der Einführung der Disease-Management-Programme (DMP) bereits verbessert. Weit größeres Potenzial aber versprechen neue Versorgungsmodelle, die auch digitale Lösungen einbinden, also digitale DMP (dDMP). Für Diabetes mellitus Typ 1 und 2 – als erster Anwendung – hat der G-BA die entsprechenden, spezifischen dDMP im März beschlossen. Jetzt liegen auch konkrete Vorschläge für die Ausgestaltung vor: Die Bertelsmann Stiftung hat gemeinsam mit der Digital-Health-Beratung _fbeta GmbH das Konzept „Patientenpfade im digitalen DMP Diabetes“ entwickelt. Der Abschlussbericht beschreibt für rund 50 Versorgungssituationen, wie und über welche Tools die Akteure wie Ärzte, Patienten, Gesundheitsdienstleister agieren, zum Beispiel:

  • bei der Abstimmung zwischen behandelnden Ärzten,
  • Folgeverordnungen,
  • Coaching mit Daten aus DiGA und Hilfsmitteln oder
  • Patient-Reported-Outcome Measures.

Viele dieser Ablaufsequenzen, zum Beispiel Termin-, Medikations- und Dokumentationsmanagement sind laut den Verfassern nicht Diabetes-spezifisch, sondern generell für dDMP relevant. „Wir sind überzeugt, dass das dDMP Diabetes nicht nur einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Diabetesversorgung leisten wird, sondern auch als Modell für die Weiterentwicklung der strukturierten Versorgungsprogramme bei anderen chronischen Erkrankungen dienen kann“, heißt es im Vorwort des Berichts. Nun müssten „die verantwortlichen Institutionen im Gesundheitssystem – G-BA, gematik, BMG, KBV, die Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen und die Fachgesellschaften – die notwendigen Voraussetzungen für eine zeitnahe und flächendeckende Umsetzung schaffen“.

TI-Radar dDMP Diabetes

Das betrifft besonders die entsprechende eHealth-Infrastruktur, denn – so ein zentrales Ergebnis des Projekts – die Umsetzung der Versorgungspfade hänge maßgeblich davon ab, wann und in welcher Qualität die dafür benötigten digitalen Bausteine wie TI-Messenger, ePA-Zugänge oder DiGA-Schnittstellen flächendeckend zur Verfügung stehen. Das ist einleuchtend; der Verdienst des Projekts liegt darin, diese Abhängigkeiten detailliert sichtbar gemacht zu haben. Dazu haben fbeta und die Bertelsmann Stiftung den „TI-Radar dDMP Diabetes“ entwickelt. Ausgehend vom voraussichtlichen dDMP-Start Anfang 2027, zeigt die interaktive Web-Anwendung, welche digitalen Bausteine und Funktionen der nationalen eHealth-Infrastruktur dann verfügbar sein sollen, mit Angaben zu Verbindlichkeit und Terminsicherheit. Außerdem sind die jeweiligen Mehrwerte der einzelnen Bausteine und Funktionen beschrieben.

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