Digitale Tierarztpraxis Videosprechstunde mit Hund

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Während der Covid-19-Pandemie stieg die Zahl der Haustiere in deutschen Kommunen auf einen neuen Höchststand. Die dafür benötigte Infrastruktur ist jedoch nicht in gleichem Maße mitgewachsen. Ein Berliner Unternehmen will dem Trend entgegenwirken.

Auch in Tierarztpraxen nimmt die Digitalisierung merklich an Fahrt auf.(©  Ceric Jasmina - stock.adobe.com / KI-generiert)
Auch in Tierarztpraxen nimmt die Digitalisierung merklich an Fahrt auf.
(© Ceric Jasmina - stock.adobe.com / KI-generiert)

Deutschlands Hundehauptstadt ist nicht München, Frankfurt oder gar Berlin. Die Hamburger besitzen – pro Kopf betrachtet – die meisten Hunde in der Republik. Die Anzahl der Vierbeiner ist in der Hafenstadt in den letzten zehn Jahren auf über 100.000 angestiegen. Das stellt einen Anstieg von 162 Prozent im Vergleich zu 2018 dar. Und beim „Hunde-Boom“ ist in Hamburg kein Ende in Sicht. Aufgrund der seit Jahren rückläufigen Anzahl an Veterinären wird das Zusammenleben der Haustiere und ihrer Besitzer jedoch erschwert.

Steigende Anforderungen und sinkendes Wissen im Umgang mit Hund, Katze und Maus verschärfen die Situation zunehmend. Zusätzlich werden immer höhere Ansprüche an die Qualität und den Komfort der Versorgung von Haustieren gestellt. Aus diesem Grund hat der Berliner Tierarztpraxisbetreiber Rex das Konzept einer digitalen Tierarztpraxis etabliert. Möglich wird das durch modern eingerichtete Praxen, welche von digitalen Produkten aus der Welt der Gesundheitsversorgung ergänzt werden. Elektronische Patientenakte, Online-Terminbuchungen, Video-Calls sowie App-Funktionen stehen den Haustierbesitzern zur Verfügung.

Jonathan Loesing, CEO von Rex, erklärt, wie das Startup den Tierarztbesuch für Haustiere, ihre Halter und Veterinäre effizienter und komfortabler gestaltet – und wie das Erfolgskonzept aus Berlin nun auch die Hafenstadt bereichern soll: „Die Idee entstand aus der Vision heraus, frischen Wind in die Tiermedizin zu bringen, durch ein Angebot, das deutlich moderner, digitaler und zugänglicher ist als konventionelle Tierarztpraxen.“ Auf diese Art und Weise könne das Konzept den Anforderungen an Bequemlichkeit und Qualität der Versorgung der Vierbeiner-Eltern gerecht werden. Als erste Tierarztpraxis in Deutschland biete Rex damit ein einheitliches Leistungsversprechen, welches Stadtgrenzen-übergreifend funktioniert. Die Patientendaten werden dabei auf einer zentralen Datenbank gespeichert und sind in jeder Rex-Praxis abrufbar. „Wir möchten besonders Pendlern und Tierbesitzern mit vollem Terminkalender helfen. Sie sollen ihre Haustiere bestens versorgen können, ohne ihren aktiven Lebensstil aufgeben zu müssen,“ betont Loesing.

Weiterhin ist Loesing der Bildungsaspekt besonders wichtig. Im Sinne der Berliner Startup-Kultur werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Weiterbildungen und Fortbildungsbudgets angeboten. Insbesondere für die Gruppen der Millennials und der Generation Z, bei denen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders stark gewichtet ist, stelle das einen relevanten Anreiz dar. Die „Rexies“, wie sich die Angestellten nennen, bieten über Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram Einblicke hinter die Kulissen. In Echtzeit. „Auf diese Weise wollen wir die Gesundheit und Zufriedenheit von Tieren, Praxis-Personal und Tierbesitzern optimieren“, schließt Loesing. Zeitnah möchte Rex auch in Nordrhein-Westfalen Filialen eröffnen.

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