Universitätsmedizin Augsburg Virtual Science Hub startet an der Universität Augsburg

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

Die Medizinische Fakultät und das Comprehensive Cancer Center in Augsburg haben eine neue digitale Plattform ins Leben gerufen: Sie soll virtueller Marktplatz für die interdisziplinäre Forschung sein und die Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Community fördern.

Im Oktober 2016 wurde das kommunale Klinikum Augsburg per Kabinettsbeschluss in ein Universitätsklinikum in Trägerschaft des Freistaats Bayern überführt.(© Eduard Martin – stock.adobe.com)
Im Oktober 2016 wurde das kommunale Klinikum Augsburg per Kabinettsbeschluss in ein Universitätsklinikum in Trägerschaft des Freistaats Bayern überführt.
(© Eduard Martin – stock.adobe.com)

Mit der Fakultätsgründung 2016 und dem ersten Studienjahrgang 2019 ist die Universitätsmedizin Augsburg noch vergleichsweise jung; doch sie wächst schnell. Seit 2020 wird der Medizincampus aufgebaut, im vergangenen Oktober konnte als erstes das Lehrgebäude eröffnet werden. Zu den besonderen Plänen in Augsburg gehört das „Zentrum für Integrierte und Translationale Forschung (ZeIT)“. Auf rund 13.500 Quadratmetern Nutzfläche soll eine hochmoderne Forschungsinfrastruktur entstehen, die klinische Forschung und Grundlagenforschung auch physisch zusammenbringt – mit Großgeräten zur gemeinsamen Nutzung, Forschungsflächen und Räumen zur Interaktion.

Digitale Drehscheibe für die Wissenschaft

Die Fertigstellung des ZeIT ist bis 2030 geplant, das virtuelle Pendant dieser interdisziplinären „Drehscheibe“ ist aber bereits jetzt im Februar gestartet: mit dem Virtual Science Hub, kurz: VSH.

Das Comprehensive Cancer Center Augsburg (CCCA) des Universitätsklinikums und die Medizinische Fakultät der Universität Augsburg haben den digitalen Hub in Zusammenarbeit mit der Kommunikationsagentur Bloom entwickelt. Die Plattform ist als virtueller „Marktplatz" für die biomedizinische und interdisziplinäre Forschung konzipiert. Forschende können dort Projekte und Publikationen, Methoden und Ressourcen teilen und sich untereinander vernetzen. Dazu werden ein Hashtag-basiertes System, Analysetools und entsprechende Suchfunktionen eingesetzt. Der VSH soll somit als „digitale Brücke“ bereits jetzt Vernetzung und Synergien ermöglichen. „Der VSH soll nicht nur ein Werkzeug sein, sondern eine lebendige Community schaffen, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktiv nutzen, um ihre Forschung voranzutreiben“, sagt Prof. Dr. Martin Trepel, Direktor des CCCA. Gerade in der Aufbauphase neuer Forschungsstrukturen könne der VSH eine entscheidende Rolle spielen und Kooperationen erleichtern.

„Der einfache Zugang und die innovative Struktur erleichtern den Austausch und stärken die Vernetzung – ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Universitätsmedizin Augsburg als innovativer Wissenschaftsstandort“, verdeutlicht Prof. Dr. Martina Kadmon, Dekanin der Medizinischen Fakultät.

Künftig sollen auch KI-gestützte Werkzeuge zur automatisierten Themenerkennung eingebunden werden sowie Empfehlungen für Kooperationen, auch die Verknüpfung von Forschungsschwerpunkten mit Finanzierungsmöglichkeiten ist vorgesehen.

Gefördert wurde das Projekt durch das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF), den Verbund aller sechs bayerischen Universitäten und Universitätsklinika.

Aktuell kann die Plattform seitens des Universitätsklinikums und von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der Universität Augsburg genutzt werden. Das betrifft aber nicht nur die Medizinische Fakultät, so können sich auch jetzt bereits Informatikexpertinnen und -experten einbringen. Langfristig soll der Virtual Science Hub über die Universitätsmedizin Augsburg hinaus für weitere wissenschaftliche Disziplinen und Institutionen geöffnet werden

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