Das Jahr ist weit fortgeschritten, doch die E-Health-Branche hält bis Dezember noch einige Highlights bereit. Wir wollten von Branchenexperten und -expertinnen wissen, auf welchen Meilenstein sie bis Jahresende besonders hinblicken – egal ob Launch, Event, anstehende Neuregelung oder Veränderung.
Was für Highlights hält das übrige Jahr noch für die Healthcare-Branche bereit?
(Bild: ChatGPT / KI-generiert)
Maaike Sloof, Head of Sales & Business Development bei Mediform
Maaike Sloof, Mediform: „Für mich persönlich ist der entscheidende Meilenstein bis Jahresende die Weichenstellung für die praktische Anwendung des AI Act. Ich sehe eine praxisnahe Regulatorik nicht als Hindernis, sondern als die dringend benötigte Startbahn für echte Innovationen im Gesundheitswesen. Denn KI-Anwendungen sind längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern werden zum entscheidenden Werkzeug gegen den Fachkräftemangel und die administrative Last in Arztpraxen. Ob im Praxismanagement oder bei der Befundanalyse – KI schafft Freiräume für das Wesentliche: die Zeit am Patienten. Deshalb bin ich überzeugt: Ein klarer und anwendbarer Rechtsrahmen ist die wichtigste Voraussetzung, damit diese Innovationen sicher, fair und vor allem schnell im Versorgungsalltag ankommen.“
Christoph Neumeier, Managing Director der CKM Group
Christoph Neumeier, CKM Group: „Das Highlight bis Jahresende: der Sprung von Insel-Piloten in die interoperable Routine. Wir bringen hybride Prävention und Therapie in die Fläche – inklusive medizinischer Heimtests mit ärztlicher Befundung sowie, falls angezeigt, Beratung und Verordnung. Die Regulierungsdebatte rund um medizinisches Cannabis ist eine Chance, Telemedizin klar in die Verantwortung von Ärzt:innen/MVZ zu legen und Versandapotheken, die individualisierte Arzneimittel (z. B. Cannabis-Rezepturen) herstellen, an höchste Qualitäts- und Kontrollstandards zu binden – auf dem Niveau hochsensibler pharmazeutischer Herstellprozesse für schwerstkranke Patient:innen. So entsteht vertrauenswürdige Vernetzung – datenschutzsicher und alltagsnah.“
Dirk Wolters, NeTec GmbH: „Das Jahresende 2025 markiert für die E-Health-Branche eine entscheidende Phase: Mit dem Auslaufen der KHZG-Förderung und der Pflicht zu Schlussverwendungsnachweisen steigt der Druck auf Krankenhäuser, Digitalisierungsprojekte fristgerecht abzuschließen. Für IS-H Anwender wird die Zeit ebenfalls knapp: Der Support für SAP IS-H und i.s.h.med endet 2027 – die Migration erfordert frühzeitige Planung. Zugleich rückt der Krankenhaustransformationsfonds in den Fokus: Fördermaßnahmen für 2026 müssen bis 30. September 2025 beantragt werden. Jetzt gilt es, Strategien zu prüfen und passende Tatbestände zu identifizieren. Zusätzlich greifen neue Anforderungen wie die EU-Richtlinie NIS2, die ein höheres Schutzniveau gegen Cyberangriffe verlangt. Orientierung bieten Branchenevents wie die Digital Health Conference (25. November) oder das Nationale Digital Health Symposium (2. Dezember) in Berlin. Die kommenden Monate sind damit nicht nur Abschluss-, sondern auch Weichenstellungsphase für eine sichere, zukunftsfähige Versorgung.“
Oliver Struckmeier, Geschäftsführer The Medical Network
Oliver Struckmeier, The Medical Network: „Mein Highlight bis Jahresende: das ‚Big Bang KI Festival‘ im September in Berlin. Ein Thema dort: KI-Suchen verändern die Sichtbarkeit von Health-Themen. PR wird dabei zum entscheidenden Hebel. Wer Inhalte klar strukturiert und in relevanten Medien platziert, wird von KI-Systemen als vertrauenswürdig eingestuft und somit sichtbar. Ebenso spannend ist der Blick auf die Robotik – sie macht erlebbar, wie KI ein neues Miteinander zwischen Mensch und Maschine ermöglicht: nicht als Ersatz, sondern als Partner in Versorgung und Pflege. Hier bewegen wir uns zwischen gesellschaftlichem Nutzen und Ethik.“
Dr. med. Patricia Hinske, Ärztin & Chief of Clinical Innovation bei AMBOSS SE
Dr. med. Patricia Hinske, AMBOSS SE: „Ein Höhepunkt für mich ist der Gesundheitswirtschaftskongress Mitte September in Hamburg. Dort spreche ich zum Thema ‚Wissen schafft Qualität‘ bzw. darüber, wie modernes Wissensmanagement die Versorgungsqualität in Kliniken direkt verbessern kann. Der GWK ist für mich ein besonderer Ort, weil hier Politik, Wirtschaft und Medizin gemeinsam die Zukunft gestalten. Außerdem bewegt sich bei AMBOSS gerade unglaublich viel. Für Q4 arbeiten wir beispielsweise an neuen AI-Funktionen, die Ärzt:innen im Alltag spürbar unterstützen werden. Besonders freue ich mich auf den Launch unseres integrierten AMBOSS AI-Chats. Damit lassen sich klinische Fragen künftig im Dialog beantworten – mit nachvollziehbarem Clinical Reasoning und validierten Quellen.“
Susanne Dubuisson, Doctolib: „Wir entwickeln gerade auf Hochtouren gemeinsam mit Ärztinnen, Ärzten und MFAs unser neues Praxismanagementsystem von Doctolib, welches Ende des Jahres gelauncht wird. Diese Teams sind echte Pioniere – sie testen mit uns und geben direktes Feedback, was funktioniert und was nicht. Die Rückmeldungen sind Gold wert: Wenn eine Hausärztin aus München uns sagt, dass sie durch das ständige Hin- und Herwechseln zwischen drei verschiedenen Systemen kostbare Minuten bei jedem Patienten verliert, dann wissen wir, woran wir arbeiten müssen. Oder wenn der Praxismanager einer Kinderarztpraxis sagt, dass er sich eine intuitivere Oberfläche wünscht – dann bauen wir genau das. Wenn am Ende des Jahres alle spüren, dass sie mehr Zeit für ihre Patientinnen haben und weniger für die Verwaltung, dann haben wir unser Ziel erreicht.“
Stand: 08.12.2025
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