KI-gestützte Cloud-Telefonie Wie effiziente Kommunikation mehr Zeit für Patienten schafft

Ein Gastbeitrag von Frank Rosenberger 5 min Lesedauer

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Ständige Anrufe binden überall im Gesundheitswesen viele Ressourcen. KI-gestützte Cloud-Telefonie kann das Personal entlasten, Abläufe automatisieren und Zeit für das Wesentliche schaffen: die Versorgung der Patienten und Patientinnen.

Cloud- und KI-gestützte Telefonie kann im Praxisalltag so manche Minute „freischaufeln“.(Bild:  © elenabsl – stock.adobe.com)
Cloud- und KI-gestützte Telefonie kann im Praxisalltag so manche Minute „freischaufeln“.
(Bild: © elenabsl – stock.adobe.com)

Der rasante Fortschritt bei KI-Anwendungen eröffnet auch dem Gesundheitswesen viele Möglichkeiten, bestehende Abläufe neu zu denken. KI-gestützte Kommunikationslösungen setzen genau dort an, wo Organisation und Patientenkontakt unmittelbar aufeinandertreffen. Ihr Mehrwert liegt darin, Kommunikation intelligent zu strukturieren, Anfragen vorzuqualifizieren und Prozesse vorausschauend zu steuern, sodass persönliche Ressourcen gezielt eingesetzt werden können.

Intelligente Automatisierung durch KI-gestützte Cloud-Telefonie

Wie diese intelligente Steuerung im Arbeitsalltag konkret umgesetzt wird, zeigt der Einsatz KI-gestützter Sprach- und Textassistenten. Sie übernehmen die Bearbeitung standardisierter Kommunikationsprozesse eigenständig und fungieren als erste Anlaufstelle, bevor menschliche Ansprechpartner eingebunden werden.

Als digitale Helfer stehen sie rund um die Uhr zur Verfügung und beantworten wiederkehrende Anfragen, ohne dass Mitarbeitende gebunden werden. So vereinbaren, verschieben oder stornieren sie Termine selbstständig, indem sie Anfragen direkt mit den Kalendern der Praxissoftware abgleichen. Automatisierte Terminerinnerungen per Anruf oder Nachricht helfen zudem, die Zahl der Terminausfälle nachweislich zu senken.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil moderner KI-Lösungen ist der Abbau von Barrieren. In einer immer diverser werdenden Gesellschaft stehen medizinische Einrichtungen häufig vor sprachlichen Herausforderungen. Fortschrittliche Voice-Bots beherrschen heute eine Vielzahl von Sprachen und können Anrufer in ihrer Muttersprache begrüßen, ihr Anliegen verstehen und entsprechende Auskünfte erteilen. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Inklusion und einer patientenzentrierten Versorgung – ohne dass das Praxispersonal selbst mehrsprachig sein muss.

Darüber hinaus übernehmen die Systeme eine wichtige Filter- und Triage-Funktion, die weit über einfache Terminvereinbarungen hinausgeht. Durch gezielte Abfragen kann der KI-Agent die Dringlichkeit eines Anliegens vorqualifizieren, etwa durch Fragen nach akuten Beschwerden oder dem Anlass des Kontakts. Auf Basis dieser Einschätzung wird der Anruf priorisiert an einen Arzt weitergeleitet oder auf einen späteren Rückruf beziehungsweise einen freien Slot im Online-Kalender verwiesen. Diese intelligente Vorselektion sorgt für Ruhe an der Anmeldung und stellt sicher, dass Notfälle nicht in der Warteschleife hängen bleiben.

In der Praxis agiert der KI-Assistent als intelligenter Filter. Er beantwortet häufig gestellte Fragen zu Öffnungszeiten oder zur Anfahrt direkt und kann auch Standardprozesse wie die Bestellung von Folgerezepten strukturiert aufnehmen. Komplexe oder notfallbezogene Anliegen erkennt das System und leitet sie gezielt an die zuständigen menschlichen Ansprechpartner weiter.

Entlastung auch jenseits des Patientenkontakts

Aber auch interne Abläufe profitieren von intelligenter Automatisierung. So können KI-basierte Bots als erste Anlaufstelle für Anliegen von Mitarbeitenden dienen – von der automatisierten Entgegennahme von Krankmeldungen, die direkt in die Personalplanung eingespeist werden, bis hin zur Beantwortung wiederkehrender Fragen an die IT-Abteilung oder Personalverwaltung, etwa zu Urlaubsanträgen oder Schichtplänen. Dies reduziert den Koordinationsaufwand und sorgt für klarere, effizientere Prozesse im Hintergrund.

Ergänzend dazu erleichtern integrierte Unified-Communications-Plattformen die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Pflegekräften und Verwaltung. Chat-Funktionen, kurzfristige Videokonferenzen für eine Zweitmeinung und der sichere Dateiaustausch in einer zentralen Anwendung reduzieren Medienbrüche, minimieren Fehlerquellen und steigern die Mitarbeiterzufriedenheit durch moderne, intuitive Arbeitswerkzeuge.

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