Cybersicherheit im Gesundheitswesen Wie ein präventives Rezept Cyber-Risiken minimiert

Von Mohammad Waqas 5 min Lesedauer

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Cybersicherheit und Gesundheitswesen leben gleichermaßen davon, Bedrohungen und Schwachstellen im Immunsystem sowie der IT-Architektur frühzeitig zu erkennen.

Im Bereich des Gesundheitswesens nimmt der Bereich IT-Sicherheit mehr und mehr Platz ein.(Bild: ©  Ekaterina - stock.adobe.com)
Im Bereich des Gesundheitswesens nimmt der Bereich IT-Sicherheit mehr und mehr Platz ein.
(Bild: © Ekaterina - stock.adobe.com)

Jahr für Jahr entdecken Sicherheitsforscher zehntausende Schwachstellen in IT-Systemen – sogenannte CVEs, allein für das Jahr 2024 wurden 40.000 dokumentiert. Im Vergleich dazu sind weltweit aktuell 200 Erkältungsviren und ein paar Bakterien bekannt. Allerdings gibt es auch hier es noch viel Unbekanntes zu analysieren, wie die kürzliche Entdeckung von 70.000 neuen RNA-Viren beweist.

Diese Zahlen – und es wäre möglich noch viele weitere zu nennen – verdeutlichen die Dimension, mit der sich Forschende weltweit in beiden Disziplinen beschäftigen müssen. Ähnlich wie Viren sich weiterentwickeln, um das menschliche Immunsystem zu umgehen, passen auch Cyberkriminelle ihre Methoden laufend an. Sie entwickeln neue Exploits, um Sicherheitslücken gezielt auszunutzen – sei es durch den Einsatz von Ransomware, sogenannten Advanced Persistent Threats (APTs) oder durch den Verkauf von Exploit-Kits im Darknet.

Diagnose komplex, Behandlung schwierig

In beiden Fällen besteht die Herausforderung darin, das Risikoniveau komplexer Gesundheitssysteme zu diagnostizieren. IT- und OT-Netzwerke sind auf eine Weise miteinander verbunden, die von den ursprünglichen Architekten nicht beabsichtigt war. In medizinischen Geräten und Software werden häufig Schwachstellen entdeckt, aber viele Altsysteme können gar nicht effektiv abgesichert werden, denn sonst würden sie nicht mehr funktionieren.

Im IT-Bereich gelten darüber hinaus immer strengere gesetzliche Vorgaben. Anforderungen aus der DSGVO und ähnlicher Richtlinien verpflichten Organisationen dazu, umfassende Bestandsverzeichnisse zu führen, Risiken systematisch zu bewerten und gezielt nach Schwachstellen zu suchen – Aufgaben, mit denen Sicherheitsteams ohnehin bereits stark ausgelastet sind.

Unternehmen sind gefordert, Bedrohungen proaktiv zu begegnen – sie müssen Risiken in Echtzeit erkennen, priorisieren und entschärfen. Voraussetzung dafür ist ein vollständiger Überblick über alle physischen und virtuellen Assets sowie deren effektive Kontrolle.

Die Angriffsfläche von Gesundheitssystemen umfasst alle Assets der Organisationen, darunter Patientenversorgungs- und Gebäudemanagementsysteme wie HVAC (Heating, Ventilation and Air Conditioning), die oft über mehrere Einrichtungen verteilt oder sogar in der Cloud gehostet werden.

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