IoT im Gesundheitswesen

Wie smarte Geräte Ärzte und Pflegepersonal im Alltag unterstützen

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Enorme Verluste durch entwendete Geräte

Ein riesiger Kostenfaktor für Krankenhäuser ist die Tatsache, dass jedes Jahr bis zu 30 Prozent der Medizingeräte abhanden kommen. Das kann ein Rollstuhl sein, Krücken oder auch ein Skalpell. Das hört sich zunächst nicht dramatisch an, kann sich aber auf bis auf 260.000 Geräte mit einem Gesamtwert von 15 Millionen Euro summieren. Insofern lohnt es sich auf jeden Fall hier mit IoT gegenzusteuern, denn es besteht die Möglichkeit diese Geräte zu tracken. Das spart Kosten, macht den Betrieb effizienter und spart dem Krankenhauspersonal und den Patienten lästige Suchaktionen und Wartezeiten. In diesem Bereich gibt es Krankenhäuser, die bereits über die Testphase hinaus sind und das Tracking mit Hilfe von VMware Pulse IoT Center professionell umsetzen.

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Auch in der Klinikverwaltung und -ausstattung können IoT-Technologien eingesetzt werden: Im klinischen Betrieb teilen „smarte“ Betten Informationen über die aktuelle Auslastung automatisch und Lagersysteme bestellen fehlende Bestände rechtzeitig nach – der Krankenhausbetrieb wird optimiert, Patienten und Personal profitieren von besserer Kapazitätsplanung und effizienteren Prozessen.

IoT im Gesundheitswesen – Sicherheit und Datenschutz

Die besondere Herausforderung im Gesundheitswesen besteht darin, dass sowohl Risiken als auch regulatorische Hürden besonders hoch sind – denn es geht um die Gesundheit der Patienten. Krankenhäuser mit mehr als 30.000 Behandlungsfällen pro Jahr sind Teil der Kritischen Infrastruktur (KRITIS) und unterliegen extrem strengen Sicherheitsregelungen.

Für die Verbreitung und Anwendung von Wearables im Rahmen medizinischer Therapien müssen diese als Medizinprodukt zugelassen werden und vom Gesetzgeber klare Richtlinien definiert werden. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) hat einen positiven Einfluss auf die Transparenz der Datenspeicherung und -nutzung für die Hersteller. Ein besonderer Fokus liegt auf der Sicherheit der vertraulichen Patientendaten und der Verhinderung möglicher Manipulationen der Systeme. Denn Gesundheitsdaten sind wertvoll und können auf unterschiedliche Weise missbraucht werden.

Identitätsdiebstahl ist besonders lukrativ: Man kann sich zum Beispiel Schmerz- oder Schlafmittel verschreiben lassen und diese verkaufen. Auch ganze Operationen oder umfangreiche Behandlungen können in falschem Namen abgerechnet werden oder eine Krankenversicherung abgeschlossen werden.

Entsprechend hoch ist der Schwarzmarktwert solcher Datensätze. Erst Anfang 2018 sind Hacker in das IT-System einer norwegischen Gesundheitsbehörde eingedrungen und hatten Zugriff auf die Daten von drei Millionen Patienten.

Grundsätzlich sind die Persönlichkeitsrechte in Deutschland ein hohes zu schützendes Grundrecht, zusätzlich unterliegen die Ärzte der Schweigepflicht. Dies bedeutet, dass Patienten vor einer unzulässigen Verarbeitung und Weitergabe ihrer personenbezogenen Daten, insbesondere über ihren Gesundheitszustand, geschützt werden müssen. So bedarf es der Einwilligung des Patienten, wenn Daten an Dritte weitergegeben werden, beispielsweise vom Krankenhaus an den Hausarzt.

Für die von IoT-Geräten erfassten medizinischen Daten gilt dies selbstverständlich auch. Daher müssen Konzepte entwickelt werden, die es dem Nutzer erlauben, über seine Daten sicher zu verfügen. Denn Stand heute werden die Daten der Nutzer – gerade was Wearables anbelangt – von privatwirtschaftlichen Unternehmen verwaltet.

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