IoT im Gesundheitswesen

Wie smarte Geräte Ärzte und Pflegepersonal im Alltag unterstützen

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Virtualisierung als Security-Layer

Um Cyberangriffe und Hackerattacken im Gesundheitswesen zu verhindern, sollten Security-Komponenten von Anfang an in die installierten IT-Systeme integriert sein. Mit fortschrittlichen Technologien und neuen Möglichkeiten, die Cloud Computing und Mobility bieten, sind Security-Aufrüstungen und -Updates nicht nur „nebenher“ machbar, sondern dank Automatisierungssoftware auch im laufenden Betrieb umsetzbar.

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Der Hauptvorteil der Virtualisierung liegt in einer besseren Auslastung der Ressourcen. Wenn 15 virtuelle Maschinen auf einem physischen Server laufen, sind die einzelnen Systeme gekapselt und jedes für sich vor Angriffen geschützt. Einzelne Rechenzentrums-Workloads werden durch Mikrosegmentierung geschützt, was Angriffsvektoren drastisch verringert.

Ein besonderes Augenmerk im Bereich IoT liegt auf dem Netzwerk – dieses verbindet sämtlich „Dinge“ über Gateways mit dem Rechenzentrum und nimmt damit eine Schlüsselposition für die IT-Security ein. Virtuelle Netzwerk- und Sicherheitssoftware ermöglicht es IT-Teams beispielsweise, medizinische Geräte zu isolieren, auf denen veraltete und dadurch anfällige Betriebssystemversionen laufen.

Nicht aktualisierte Betriebssysteme – egal ob im Herzschrittmacher oder MRT – verfügen nicht über die aktuellsten Sicherheitsupdates und können dadurch leicht durch Hacker lahmgelegt oder manipuliert werden. Eine vorausschauende Investition in Netzwerksicherheitstechnologie macht das Netzwerk zukunftsfähig, damit es mit der wachsenden Bedrohungslandschaft Schritt hält.

Hindernis Inkompatibilität und Herausforderung Skalierbarkeit

Das Internet der Dinge zeichnet sich durch eine extreme Vielfalt an Geräten, Daten und Sensoren aus. Beim Austausch und der Zusammenführung von Daten unterschiedlicher Geräte ist es wichtig, dass die Kommunikationsprotokolle der Geräte kompatibel sind. Oft scheitert die Vernetzung im Falle von medizinischen Geräten wie CT oder MRT bzw. sie wird erschwert durch die proprietären Datenformate verschiedener Hersteller.

Dafür bedarf es einer sicheren Managementlösung, die die heterogene IoT-Gerätelandschaft sicher verwaltet und kontrolliert und IT-Sicherheitsstandards bis zum Edge sowie auf die IoT-Infrastruktur ausweitet. Wichtig ist auch die Skalierbarkeit, denn der Anzahl der „Dinge“ im IoT ist nahezu keine Grenze gesetzt: daher sollte die IoT-Managementplattform auch für Millionen von möglichen Geräten skalierbar sein.

Carsten Kramschneider, Manager Healthcare Germany bei Vmware(© Vmware)
Carsten Kramschneider, Manager Healthcare Germany bei Vmware
(© Vmware)

Unwissenheit über neue Technologien

Wichtige Faktoren bei der Umsetzung von IoT im Gesundheitswesen werden das Vertrauen und die Erfahrungen der Patienten sein. Noch wissen die Verbraucher zu wenig über neue Technologien und darüber, wer Zugriff auf ihre persönlichen Daten hat und wozu sie genutzt werden. Um die Möglichkeiten von IoT voll auszuschöpfen, müssen Gesundheitseinrichtungen die Patienten mit einbeziehen und für Vertrauen und Transparenz sorgen. Jeder sollte wissen, wie und wo welche Technologien eingesetzt und Daten gespeichert und genutzt werden.

*Der Autor: Carsten Kramschneider ist Manager Healthcare Germany bei VMware.

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