ABBYY-Studie Zufrieden mit KI-Tools im Gesundheitswesen

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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In einer Studie von ABBYY haben Mitarbeitende und Führungskräfte im Gesundheitswesen die experimentelle Phase in der Einführung von KI bereits hinter sich gelassen. Die Mehrheit zeigt sich sogar sehr zufrieden mit KI-Tools.

Mehrere Gesundheitsorganisationen (41 Prozent) führten GenAI ein, weil die Mitarbeitenden es bereits nutzten. (Bild: ©  Karthick – stock.adobe.com)
Mehrere Gesundheitsorganisationen (41 Prozent) führten GenAI ein, weil die Mitarbeitenden es bereits nutzten.
(Bild: © Karthick – stock.adobe.com)

Mehr als die Hälfte der Führungskräfte im Gesundheitswesen ist mit den Ergebnissen generativer KI-Tools zufrieden – das zeigt nun die aktuelle Studie „The State of Intelligent Automation 2025“ von ABBYY. Dabei nutzen bereits 98 Prozent aller Befragten zumindest eine Form von KI. Über 80 Prozent der Gesundheitsorganisationen haben beispielsweise generative KI in ihren Arbeitsalltag integriert. Damit liegen sie über dem branchenübergreifenden Durchschnitt von 76 Prozent.

Aktuelle Nutzung von KI-Technologien:

  • KI: 98 Prozent
  • Generative KI: 83 Prozent
  • Zweckgebundene KI: 59 Prozent
  • Agentische KI: 53 Prozent
  • Keinerlei KI: zwei Prozent

Im Juni 2025 wurden über 1.200 internationale Führungskräfte zu Einsatz, Herausforderungen und Mehrwert generativer KI befragt – unter anderem aus den Bereichen Finanzen, Gesundheitswesen, IT sowie Transport und Logistik. Ein genauer Blick in die Studie zeigt, dass etwa 60 Prozent der Akteure generative KI-Lösungen in verschiedenen Bereichen der Organisation einsetzen. An oberster Stelle stehen die IT und die Cybersicherheit mit etwa 70 Prozent. Darauf folgen 56 Prozent im Kundenservice, etwa bei Onboarding-Prozessen oder Chatbots, sowie 54 Prozent in operativen Tätigkeiten wie Nachfrageprognosen, Supply-Chain-Management und Logistikoptimierung.

Rund die Hälfte der Führungskräfte setzt KI zur Automatisierung administrativer Abläufe ein, beispielsweise für die Abrechnung, das Dokumentenmanagement oder die Patientenakten. Die Vorteile liegen auf der Hand: reduzierte Routineaufgaben und entlastetes Fachpersonal. Das Feedback fällt für die meisten daher positiv aus: 43 Prozent der Befragten berichten von einer verbesserten Versorgungsqualität und Patientenzufriedenheit, 40 Prozent stellten eine höhere Produktivität bei kürzeren Bearbeitungszeiten fest, 38 Prozent verzeichneten eine höhere Betriebseffizienz, und 27 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagten, dass regulatorische Vorgaben besser eingehalten werden und die Dokumentationsqualität höher sei.

Allerdings wollen auch etwa 48 Prozent der Befragten aus dem Gesundheitssektor, dass die automatisierte Datenverarbeitung in der Diagnostik und klinischen Entscheidungsfindung beschleunigt wird. Während 36 Prozent der Akteure künstliche Intelligenz lediglich aufgrund des regulatorischen Drucks und der Notwendigkeit einer besseren Datennachverfolgbarkeit nutzen.

Als besondere Hürden werden von fast einem Drittel der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern das Training der KI-Modelle genannt; knapp 30 Prozent nennen die Integration, 26 Prozent fehlende Governance und 21 Prozent eine missbräuchliche Nutzung. Außerdem gaben sie an, dass gerade Missbrauch und Halluzinationen noch das Vertrauen belasteten (16 Prozent). Dagegen ist die Hälfte der Befragten überzeugt, dass gezielte Schulungen und Peer-Learning Abhilfe schaffen können. Auch KI-Agenten stellen für 36 Prozent eine Lösung dar – gefolgt von ergänzenden Tools wie Process Intelligence and Document AI (35 Prozent) sowie RAG (25 Prozent).

Trotz aller Befürchtungen und Verbesserungsmaßnahmen bleibt die Negativ-Quote für Ängste wie Macht und Abhängigkeit, Fehler und negatives Sentiment bei insgesamt drei Prozent sehr gering. Schließlich sind sich fast 90 Prozent der Entscheiderinnen und Entscheider einig, dass die Nutzung von GenAI in ihrer Organisation positiv wahrgenommen wird – insbesondere in Singapur (92 Prozent) sowie in Großbritannien und den USA (jeweils 91 Prozent).

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