ePA für Alle ABDA: Vor bundesweitem ePA-Rollout Probleme angehen

Von Johannes Kapfer 1 min Lesedauer

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Seit Mitte Januar wird die ePA in drei Modellregionen auf Herz und Nieren getestet. Auch die darin enthaltene elektronische Mediaktionsliste (eML) steht auf dem Prüfstand. Die ABDA begrüßt die Einführung der ePA grundsätzlich; möchte allerdings mit dem BMG dem Projekt den letzten Feinschliff verpassen.

In den Modellregionen Hamburg, Franken und Nordrhein-Westfalen sammeln neben Arztpraxen und Kliniken auch knapp 80 Apotheken seit dem 15. Januar 2025 praktische Erfahrungen mit der ePA sowie der darin enthaltenen elektronischen Medikationsliste (eML).(©  ABDA)
In den Modellregionen Hamburg, Franken und Nordrhein-Westfalen sammeln neben Arztpraxen und Kliniken auch knapp 80 Apotheken seit dem 15. Januar 2025 praktische Erfahrungen mit der ePA sowie der darin enthaltenen elektronischen Medikationsliste (eML).
(© ABDA)

„Die elektronische Patientenakte kann für die Versorgung aller

Patientinnen und Patienten einen echten Mehrwert schaffen. Sie mussaber zuvor ausreichend in der Praxis erprobt werden.“ Thomas Preis, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände findet klare Worte zum wohl prestigeträchtigsten Digitalisierungsprojekt des deutschen Gesundheitswesens. Seiner Meinung nach müssten insbesondere die Interessen der Bürgerinnen und Bürger – in diesem Fall die Frage nach der Sicherheit ihrer in der ePA hinterlegten Patientendaten – mit höchster Priorität behandelt werden. Als Apothekerschaft könne man auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückblicken, wenn es um die Einführung neuer Technologien gehe. Schließlich habe man vor rund einem Jahr den Rollout des E-Rezepts maßgeblich mitgetragen, führt Preis weiter aus. Diese Expertise möchte die ABDA in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) nun auch für den bundesweiten Rollout der ePA einbringen.

Um die elektronische Patientenakte in die Fläche zu bringen, bedarf es laut einiger Akteure aus dem Gesundheitswesen jedoch noch einiges an Feinjustage. So meint Claudia Korf, Geschäftsführerin Ökonomie des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), dass es gemischtes Feedback aus den Modellregionen gebe. Einerseits würde an manchen Standorten die ePA und die eML bereits produktiv eingesetzt werden, wohingegen anderenorts – aufgrund von absenten Softwareupdates – der Testbetrieb nur stockend voranschreite. Diese Problematiken würden man sehr ernst nehmen und in Abstimmung mit der Gematik werde an validen Lösungen gearbeitet, sodass einem zeitnahen bundesweiten Rollout der ePA nichts im Weg steht. Insbesondere Tests unter realen Bedingungen halten die Verantwortlichen für einen notwendigen Zwischenschritt, um weitere Versorgungsszenarien evaluieren zu können.

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