Apothekenstreik 14. Juni

Apothekerverband ruft zu Protesttag auf

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Als besonders prekär sieht die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände die aktuell global auftretenden Lieferengpässe bei Arzneimitteln an. Vielerorts werden von Apothekerinnen und Apothekern seit einiger Zeit Medikamente, Salben und Tinkturen – unter erhöhtem finanziellen und personaltechnischen Aufwand – selbst hergestellt oder angemischt. Dieser Mehraufwand kann – Stand jetzt – nicht zusätzlich mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Aufgrund dieser Tatsache sowie den niedrigen Margen stellt der Medikamentenvertrieb – insbesondere von günstigen Präparaten – aktuell ein Verlustgeschäft dar. Die ABDA fordert daher einen sogenannten „Engpassausgleich“ um den ökonomischen Betrieb von Apotheken auch in Zukunft zu gewährleisten.

Das sind die Reaktionen der Politik

Man wisse sich nicht mehr anders zu helfen. So lässt sich Gabriele Overwiening, Präsidentin der ABDA zitieren. Sie bezieht sich dabei auf den Apothekenstreik Mitte Juni und kündigt – für den Fall, dass die Politik nicht reagiert – weitere Arbeitsniederlegungen an. Die Gesellschaft werde merken, ob die Apotheke vor Ort da ist – oder eben nicht, so Overwiening.

Nach einem Einlenken der Politik oder gar einer Erfüllung des Forderungskatalogs sieht es jedoch momentan nicht aus. Im Gegenteil. Der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) teilt mit, dass zum aktuellen Zeitpunkt keinerlei Mittel für höhere Apotheker-Honorare bereitgestellt werden können. Der Gesundheitsökonom begründet das mit der prekären finanziellen Situtation der Krankenkassen und den Budgetkürzungen durch das Finanzministerium unter der Leitung von Christian Lindner (FDP). Gabriele Overwiening empfindet diese Art und Weise der Gesundheitspolitik als „Ohrfeige“. Eine Ohrfeige, unter der zukünftig wohl nicht nur die etwa 18.000 Apotheken in Deutschland, sondern insbesondere auch die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands leiden werden.

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