Erste Anlaufstelle mit dem Pflegelotsen Auf einmal pflegebedürftig geworden – was tun?

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Von heute auf morgen pflegebedürftig: Hilfe gibt es online. Anlaufstellen wie das Webportal „Pflegelotse“ unterstützen Suchende beim Finden passender Pflegeeinrichtungen-, angebote und Beratungen. Außerdem gibt es aufschlussreiche Informationen über Kosten und Qualität. Und gerade im Bereich der Qualität kann das Webportal punkten, denn hier finden sich Transparenzberichte für die Qualität der Pflege- und Dienstleistungen.

Über die Website bietet der vdek auch einen Lotsen für Hospiz, Ärztinnen und Ärzte sowie Kliniken an.(© peopleimages.com – stock.adobe.com)
Über die Website bietet der vdek auch einen Lotsen für Hospiz, Ärztinnen und Ärzte sowie Kliniken an.
(© peopleimages.com – stock.adobe.com)

Von heute auf morgen pflegebedürftig. Wer oder was hilft da weiter? In Situationen wie diesen fühlt sich wohl jeder im ersten Moment überfordert. Man steht vor vielen Fragen und sucht nach einer Anlaufstelle, um diese zu klären. Zum Beispiel, wo es eine geeignete Betreuung mit passendem Standort, Leistungen, Größe und Preislage gibt. Etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland haben das gleiche Problem und benötigen Hilfe bei der Suche. Eine erste Anlaufstelle ist die Pflegekasse, bei welcher die Pflegebedürftigen versichert sind. Weitere Optionen sind Pflegestützpunkte oder Ersatzkassen. Der Verband der Ersatzkassen (vdek – ein Zusammenschluss aus der Techniker Krankenkasse, BARMER, DAK, KKH, hkk und HEK) bietet seit 2009 das Webportal pflegelotse.de an.

„Pflegelotse“ unterstützt online beim Finden von Pflegeeinrichtungen, -angeboten, Hilfen im Haushalt oder informiert über passende Beratungsstellen, Pflegehilfsmittel und Hausnotrufdienste – dazu gibt man lediglich die Postleitzahl an. Das Webportal hat den Vorteil, dass Suchende sich hierüber auch ein Bild über die Qualität der Einrichtung verschaffen können. Denn aktuell werden ambulante Pflegedienste in sogenannten Transparenzberichten bewertet. Diese vergeben Schulnoten für die Qualität von Leistungen, Organisation und für den Eindruck den die pflegebedürftigen Menschen vor Ort von ihrer Betreuung gewinnen konnten. Auch informiert der Pflegelotse über Kriterien, wie selbstständig die Bewohnerinnen und Bewohner Kontakte knüpfen und Körperhygiene pflegen. Sogar die Häufigkeit des Auftretens negativer Ereignisse wie Stürze oder Druckgeschwüre sind einzusehen.

Zu jeder Einrichtung gibt es eine detaillierte Einsicht über die Preislage. Das ist wichtig, denn die Pflegekasse übernimmt nach gesetzlicher Regelung die Kosten für die Pflege, nicht aber die der Unterkunft, Verpflegung oder Investitionskosten. Die Eigenanteile können also entsprechend hoch ausfallen. Ansonsten gibt es eine Checkliste mit Platz zum Abhaken eigener Notizen. Weitere hilfreiche Kategorien des Portals sind zum einen die Sparte „Antworten auf häufige Fragen“ und zum anderen Tipps und Aufklärungsvideos zum Thema Sepsis und Hitzeschutz für ältere Menschen.

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