MII und Netzwerk Universitätsmedizin Ausschreibung für Datennutzungsprojekte startet

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Noch bis 28. März können sich Forschende mit ihren Projekten für die Evaluierung des Forschungsdatenportals für Gesundheit bewerben. Zehn erfolgreiche Bewerbungen erhalten jeweils 30.000 Euro.

Projektanfragen zur standortübergreifenden Nutzung von Bioproben werden „ausdrücklich zur Antragstellung ermutigt“.(© paolo toscani – stock.adobe.com)
Projektanfragen zur standortübergreifenden Nutzung von Bioproben werden „ausdrücklich zur Antragstellung ermutigt“.
(© paolo toscani – stock.adobe.com)

Seit Mai 2023 steht das Forschungsdatenportal für Gesundheit (FDPG), entwickelt durch die Medizininformatik-Initiative (MII), allen Forschenden in Deutschland zur Verfügung – als zentrale Anlaufstelle, um Patientendaten und Bioproben aus der Routineversorgung zu beantragen und zuvor eine Fallzahlabschätzung durchzuführen.

Aktuell läuft das Portal noch in der Betaversion, während die Dateninfrastruktur laufend verbessert wird. Diese Verbesserungen betreffen insbesondere die Standardisierung und Datenverfügbarkeit: Die Daten werden im FHIR-Format bereitgestellt, die Heterogenität der Daten sei jedoch „nach wie vor eine große Herausforderung“.

Gemeinsam mit dem Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) schreibt die MII nun Datennutzungsprojekte zur Evaluierung des Portals aus. Forschende, Fachärztinnen und -ärzte, PHD- und Masterstudierende, die medizinische Forschung an Routinedaten planen, können sich noch bis zum 28. März 2025 für die Teilnahme bewerben. Die eingereichten Projekte sollen „innovative, aussichtsreiche, gemeinwohlorientierte Forschungsfragen mit angewandtem Patientenbezug“ beinhalten und Kerndatensatzmodule von mehreren angeschlossenen Klinikstandorten des FDPG nutzen. Anfragen zur standortübergreifenden Nutzung von Bioproben werden ausdrücklich begrüßt.

Die Bewerbungen sind direkt im FDPG-Antragsportal einzureichen. Voraussetzungen sind:

  • Datennutzungsantrag und als Anhang eine Machbarkeitsabfrage und Datendefinition (hierbei bietet das FDPG bei Bedarf Unterstützung an) sowie
  • die Darstellung der verfügbaren Kapazitäten und Expertisen der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
  • Bei standortübergreifender Bioprobennutzung ist zudem das Antragsformular für Bioproben auszufüllen.

Das FDPG weist daraufhin, dass die Sichtung durch die Standorte und die Datenbereitstellung jeweils bis zu zwei Monate dauern können. Hinzu kommen die Zeiten für das Ethikvotum und den Vertragsschluss mit den Standorten, somit seien für die Forschungsprojekte mindestens fünf Monate Zeit einzuplanen.

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