Bayern BKG unterstützt Healthcare-Start-ups und etabliert Netzwerk

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) hat gemeinsam mit anderen Verbänden in Bayern eine Erklärung zur Unterstützung von Start-ups unterzeichnet und setzt jetzt eigene Maßnahmen um, dazu gehören ein Leitfaden und das Netzwerk „Krankenhaus trifft Start-up“.

„Es gibt enormes Potential und Know-how bei den Start-ups in Bayern, von denen die Kliniken wiederum profitieren können.“ (Christina Leinhos, stellvertretende BKG-Geschäftsführerin)(© Stock Source Studio - stock.adobe.com / KI-generiert)
„Es gibt enormes Potential und Know-how bei den Start-ups in Bayern, von denen die Kliniken wiederum profitieren können.“ (Christina Leinhos, stellvertretende BKG-Geschäftsführerin)
(© Stock Source Studio - stock.adobe.com / KI-generiert)

Verbände von Ärzten und Krankenkassen in Bayern wollen Start-ups im Healthcare-Bereich fördern, das haben sie in einer Absichtserklärung gemeinsam mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium und TUM Venture Labs Mitte März dargelegt. Neben verbesserten Rahmenbedingungen gehört auch die niederschwellige Bereitstellung von Informationen und Zugang zu Fachwissen zu den vereinbarten Maßnahmen.

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) als Mitunterzeichner der Erklärung registriert das Interesse ihrer Mitglieder an der Förderung innovativer Technologien und hat jetzt eigene Maßnahmen etabliert, um Start-ups zu helfen: „Innovationen haben einen hohen Stellenwert für die Verantwortlichen in den Krankenhäusern“, so die stellvertretende BKG-Geschäftsführerin Christina Leinhos, dies habe erst kürzlich der 16. Bayerische Krankenhaustrend gezeigt. Innovative digitale Lösungen wurden demnach auch beim Roundtable-Gespräch vorgestellt, in dessen Rahmen die Absichtserklärung unterzeichnet wurde – etwa eine digitalen Wunddokumentation, Dekubitus-Alert zur Alarmierung bei Druckgeschwüren oder ein innovatives Krankenhausinformationssystem (KIS); doch sei es für Start-ups aufgrund der Regulierungsdichte oft schwierig, im deutschen Gesundheitswesen Fuß zu fassen.

Leitfaden für Start-ups

Deshalb stellt die BKG auf ihrer Homepage einen Leitfaden für Start-ups zur Verfügung. Neben Links zu wichtigen Anlaufstellen, Stakeholdern und Standards gibt es hier auch Tipps aus Anwendersicht: Neuerungen müssen praxistauglich sein und integrierbar in die bestehenden Strukturen, die Anbindung an KIS und Telematikinfrastruktur ist also immer mitzudenken.

Wir wollen den Start-ups den Weg durch den Dschungel der Krankenhausversorgung erleichtern und ihnen praktische Unterstützungsangebote zur Hand geben.

Christina Leinhos, stellvertretende BKG-Geschäftsführerin

Um die rechtlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten im Kliniksektor zu verstehen und somit rechtssichere, umsetzbare Lösungen entwickeln zu können, könnten die jungen Unternehmen auch Seminare BKG-Tochtergesellschaft BIK besuchen.

Neues Netzwerk: Pitches von Start-ups für Krankenhäuser

Mitte Mai startet die Bayerische Krankenhausgesellschaft zudem ein neues Netzwerk „Krankenhaus trifft Start-up“. Bei diesen Sessions können die teilnehmenden Start-ups in einem dreiminütigen Pitch ihr Produkt zunächst allen interessierten Krankenhäusern vorstellen und dann in einer anschließenden Breakout-Sessions direkt mit den Krankenhäusern besprechen.

Die Pitches (nicht die Breakout-Sessions) werden aufgezeichnet und zusammen mit den Präsentationsfolien und Kontaktinformationen der Start-ups allen Mitgliedern der BKG zur Verfügung gestellt.

Der erste Termin steht bereits: 15. Mai 2025 von 9 bis10 Uhr; die Teilnehmerzahl ist begrenzt und die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

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