KI-gestützte Dokumentation Charité erprobt Dragon Copilot

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Als erste Klinik in Deutschland erprobt die Berliner Charité die neue KI-Software von Microsoft zur Dokumentation von Arzt-Patienten-Gesprächen. Ergebnisse des sechsmonatigen Tests sollen in die Produktentwicklung einfließen.

Durch Automatisierung der Dokumentation sollen Ärztinnen und Ärzte entlastet werden und mehr Zeit für die eigentliche Patientenbetreuung gewinnen.  (Bild:  Charité | Wiebke Peitz)
Durch Automatisierung der Dokumentation sollen Ärztinnen und Ärzte entlastet werden und mehr Zeit für die eigentliche Patientenbetreuung gewinnen.
(Bild: Charité | Wiebke Peitz)

An der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat die Erprobung der KI-gestützten Microsoft-Technologie Dragon Copilot begonnen. Die Software übernimmt die sogenannte ambiente Dokumentation der Arzt-Patienten-Gespräche, indem sie die Gespräche zunächst in Echtzeit datenschutzkonform erfasst (sofern beide Seiten einverstanden sind). Anschließend dokumentiert die KI die fachlichen Aufzeichnungen in Form von strukturierten medizinischen Notizen. Diese können der Arzt oder die Ärztin dann prüfen, gegebenenfalls anpassen und freigeben. Auf diese Weise soll der Dokumentationsaufwand für das ärztliche Personal „drastisch reduziert“ werden und mehr Zeit für die eigentlichen Patientengespräche bleiben, ohne die Ablenkung durch die sonst nötigen Eingaben am Computer.

„Wir arbeiten an der Charité mit Hochdruck daran, das medizinische Personal von administrativen Tätigkeiten zu entlasten“, erklärt Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité. „Deshalb freue ich mich sehr, dass wir als erste Klinik in Deutschland diese KI-Technologie testen und optimieren können.“

„Wir erhoffen uns, dass unsere Ärztinnen und Ärzte durch die Automatisierung der Dokumentation wertvolle Zeit für die persönliche Betreuung ihrer Patienten gewinnen“, sagt Prof. Dr. Martin E. Kreis, Vorstand Krankenversorgung der Charité. Dies könne auch zu einer höheren Patientenzufriedenheit und einer verbesserten Qualität in der Patientenversorgung führen.

Ob die KI diese Erwartungen erfüllt und tatsächlich so genau, sicher und vollständig dokumentieren kann wie das Fachpersonal, soll nun in einer sechsmonatigen Testphase in verschiedenen ambulanten Bereichen der Charité und der Notaufnahmen evaluiert werden. Die Ergebnisse dieser Preview sollen dann in die Weiterentwicklung der Lösung einfließen. Gemeinsam mit der Charité als erster Klinik in Deutschland erwarte man wertvolles Feedback beim Einsatz der neuen KI-Anwendung, betont Agnes Heftberger, Vorsitzende der Geschäftsführung Microsoft Deutschland.

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