KI und digitale Tools Wie Digitalisierung die Pflegekräfte entlasten kann

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Viele Pflegekräfte stehen Künstlicher Intelligenz offen gegenüber: Mehr als 70 Prozent der für die Trendstudie „Pflege 2024“ Befragten erhoffen sich baldige KI-Unterstützung bei Routineaufgaben. Ähnlich viele beklagen allerdings auch eine schleppende Umsetzung von Digitalisierungsprojekten.

Viele Pflegekräfte wünschen sich Unterstützung durch mobile Apps und digitale Tools, auch KI ist ein Hoffnungsträger.(©  catalin – stock.adobe.com)
Viele Pflegekräfte wünschen sich Unterstützung durch mobile Apps und digitale Tools, auch KI ist ein Hoffnungsträger.
(© catalin – stock.adobe.com)

Eine neue Trendstudie „Pflege 2024", durchgeführt von der myneva Group und dem Deutsche Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung (diind), gibt Einblicke in den Stand der Digitalisierung im deutschen Pflegesektor. Über 70 Prozent der 542 befragten Pflegekräfte geben an, dass die Digitalisierung in ihrem Arbeitsumfeld nur teilweise oder zu wenig umgesetzt wird. Dabei sieht sich die Branche für die digitale Transformation durchaus gerüstet – 37,3 Prozent der Befragten stuften die Digitalkompetenz ihrer Kolleginnen und Kollegen als hoch oder sehr hoch ein, weitere vier von zehn wählten die Option „Mittel“. Allerdings werden technische Probleme (45,8 Prozent), finanzielle Einschränkungen (39,9 Prozent) und Widerstände gegen Veränderungen in der Belegschaft (39,1 Prozent) als große Hindernisse bei der Einführung neuer Systeme gesehen, gefolgt vom Mangel an Support und Schulungen (30,2 Prozent) sowie Datenschutzbedenken (25,2 Prozent).

Auf die Frage hin, welche Bereiche bei der Vernetzung im Gesundheitswesen Vorrang hätten, sprach sich mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (53,8 Prozent) für die flächendeckende Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) aus. Etwas weniger wichtig, aber immer noch hoch im Kurs, sind ein vereinfachtes Medikamentenmanagement (33,6 Prozent) sowie die digitale Datenübertragung beim Wechsel der Versorgungseinrichtung (31,7 Prozent). Ein großer Hoffnungsträger ist auch im Bereich der Pflege die Künstliche Intelligenz: Sieben von zehn Befragten erwarten dadurch baldige Entlastung, vor allem in den Bereichen Administration und Dokumentation. Dabei ist der Anteil unter Männern höher, bei Frauen erreicht die Zustimmung „nur“ rund zwei Drittel.

Ein klares Signal der Befragten ist, dass durch Digitalisierung eine deutliche Arbeitsentlastung möglich wäre. Viele Pflegekräfte wünschen sich Unterstützung durch mobile Apps und digitale Tools. Auf die Frage hin, was ihnen bei solchen Werkzeugen am wichtigsten wäre, nannten fast 54 Prozent „Intuitive Bedienung und Spracheingabe“. Auf dem zweiten Platz rangiert mit gut 47 Prozent der Nennungen eine „Nahtlose Anwendung über mehrere Endgeräte“ hinweg, gefolgt von einer flexiblen Anpassung an konkrete Arbeitsprozesse (31,1 Prozent). Ein Blick in die Sektoren zeigt, dass ambulante Pflegedienste digital oft besser aufgestellt sind. Vier von zehn Befragten können hier bereits auf mobile Apps zurückgreifen, während es im stationären Bereich nur etwa jede und jeder Neunte ist.

Weitere Details können Interessierte nach Registrierung der Trendstudie „Pflege 2024“ direkt entnehmen.

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