„Doktor KI“ mag bisher nur eine Vision sein, dennoch kann Künstliche Intelligenz Medizinerinnen und Mediziner schon heute auf verschiedenste Weise unterstützen. Auch neue Werkzeuge von Microsoft stützen sich auf diese Technologie.
Schon heute kann KI auch im Gesundheitswesen Unterstützung bieten – doch was wird in der Zukunft möglich sein?
Laut Zahlen des Beratungsunternehmens Deloitte machen Gesundheitsdaten rund 30 Prozent der global jährlich erhobenen Daten aus. Diesen Dschungel aus Bildern, Zahlen, Tabellen und anderen Informationstypen zu durchdringen grenzt an Unmöglichkeit, weshalb etwa 97 Prozent der in Krankenhäuser erhobenen Daten ungenutzt bleiben. Eines der größten Problem dabei ist die Vielzahl an Dateiformaten und Speicherorten sowie die Masse an unstrukturierten Daten.
Dieses Hindernis möchte Microsoft mit seinem neuen Tool für Microsoft Fabric, einem End-to-End-Analyselösung mit Full-Service-Funktionen wie Data Lakes und Datenintegration, nun umgangen haben. Über die Software sollen Daten aus verschiedenen Quellen zusammengetragen sowie standardisiert werden und dann gesammelt zur Verfügung stehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Daten aus elektronischen Gesundheitsakten, Laborsystemen, medizinischen Geräten oder um Bilddaten handelt.
Getestet wurde die Lösung bisher von den Unternehmen Northwestern Medicine, Arthur Health und dem größten Netzwerk aus Gesundheitseinrichtungen in Singapur, SingHealth.
Zwar ist Northwester Medicine noch dabei, die Daten in das Fabric-System zu integrieren, jedoch sieht Doug King, CIO des Unternehmens, bereits jetzt schon großes Potenzial aufgrund der Bedeutung der Informationen: „Daten sind heute im Gesundheitswesen König. Das gilt für alles: Vom Verständnis dessen, was im OP passiert, bis hin zu der Frage, wie viele Patienten behandelt werden.“
Eine Software wie Fabric müsse gerade zu Beginn mit Bedacht eingesetzt werden, jedoch könne sie, wenn sie hält, was sie verspricht, ein „Game Changer“ sein, so King. „Der aktuelle Stand der Technologie, von Microsoft Fabric und Azure, sowie generativer KI wird die Art und Weise, wie wir leben, verändern. Und es wird den Umgang und die Behandlung von Patienten verändern. Es ist wahrscheinlich eine der besten Möglichkeiten, die wir bekommen werden, die größten Probleme im Gesundheitswesen zu beheben.“
KI, sag mir, was ich brauche
Denn auch für seine Azure KI-Services präsentierte Microsoft eine neue Funktionalität für Gesundheitseinrichtungen: den KI Chatbot „Azure AI Health Bot“. Mit Daten aus klinikeigenen Beständen sowie aus anderen Quellen wie den jeweiligen nationalen Gesundheitsministerin und Behörden wie etwa die Food and Drug Administration (FDA) kann die KI sowohl Patienten als auch medizinisches Personal bei der (Selbst-)Behandlung unterstützen.
Besonders betont Linishya Vaz, Principal Product Manager bei Microsoft Health and Life Sciences, auch die Sicherheitsaspekte der Software: „Was wirklich wichtig ist, ist, dass wir Leitplanken und Sicherheitsvorkehrungen in diesen Prozess eingebaut haben. So gibt es etwa eine Möglichkeit, die Informationen zu verifizieren und sicherzustellen, dass der Kunde die Antworten überprüfen kann, um zu sehen, ob sie glaubwürdig sind.“
In diesem Zuge kündigte Microsoft ein weiteres Textanalyse-Tool an, das medizinische Informationen aus unstrukturierten Datensätzen gewinnen kann. Dieses soll neben Englisch auch auf Spanisch, Französisch, Deutsch, Italienische, Portugiesisch und Hebräisch verfügbar sein.
Microsoft Azure Health Insights wird außerdem um drei weitere Entscheidungshilfe-Tools für Medizinerinnen und Mediziner, Pflegepersonal sowie Forschende ergänzt: eine Patienten-Timeline, die die medizinische Vorgeschichte eines Patienten, Vorerkrankungen, Operationen oder Krankenhausaufenthalte chronologisch visualisiert, eine Art medizinischer Übersetzer, der mit Fachbegriffen gespickte Arztberichte in einfache Sprache übersetzt sowie ein Werkzeug, das Fehler und Unklarheiten in unterschiedlichen Berichten erkennt und Empfehlungen für Folge-Behandlungen gibt.
Die neuen Azure KI-Tools sollen, so Vaz dabei vor allem die Erfahrungen der Patienten verbessern, indem sie nicht nur diesem direkt eine Hilfe sind, sondern Medizinern die Möglichkeit geben, die Behandlungs-Qualität zu verbessern.
Stand: 08.12.2025
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