Telemonitoring Den Arzt via Wearable entlasten

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Vitaldaten von Patientinnen und Patienten werden immer häufiger unter Zuhilfenahme von Telemonitoring überwacht. Die Vorteile sind mannigfaltig.

Mittels Telemonitoring können Vitalparameter standortunabhängig ausgelesen werden.(Bild:  Chaosamran_Studio - stock.adobe.com)
Mittels Telemonitoring können Vitalparameter standortunabhängig ausgelesen werden.
(Bild: Chaosamran_Studio - stock.adobe.com)

Ein Mann geht zum Arzt. „Herr Doktor, ich habe Schmerzen in der Brust!“ „Ich weiß“, sagt der Arzt. Was wie ein schlechter Witz aus einem Küchenkalender klingt, ist bereits vielerorts gelebte Realität. Der Berliner Softwarehersteller fitrockr hat sich auf alternative Betriebssysteme für Wearables spezialisiert. Diese können auf tragbaren Devices verschiedener Hersteller – wie etwa Garmin oder Withings – installiert werden. In Kombination entstehen auf diese Art und Weise Geräte, von welchen sowohl die Patientinnen und Patienten, die Krankenkassen und nicht zuletzt die Leistungserbringer profitieren können. Es können Vitaldaten ausgelesen, die Schlafqualität gemessen und Aussagen über das allgemeine Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten getroffen werden. All das vollautomatisiert und beinahe standortunabhängig.

Im Gespräch mit unserer Redaktion hat Jörg Fehlinger, Gründer und CEO von fitrockr, diese Vorteile dargelegt und auch gezeigt, wo die Grenzen des technisch Machbaren in puncto Telemonitoring liegen. Zuallererst müsse man eine klare Abgrenzung definieren, so Fehlinger. Bei sämtlichen Geräten, auf denen das alternative Betriebssystem seiner Firma installiert werden kann, handele es sich um freiverkäufliche Geräte aus der Consumer-Klasse. Eine Klassifizierung als Medizinprodukt liege bei keinem der Produkte vor und sei zukünftig auch gar nicht beabsichtigt. Das würde in günstigen Anschaffungs-, Wartungs-, und Betriebskosten resultieren. Die Kundinnen und Kunden der Berliner – zumeist große Leistungserbringer aus dem angelsächsischen Raum – würden in hohem Maße darauf Wert legen, dass möglichst viele Patientinnen und Patienten mit Telemonitoring-Devices ausgestattet sind. Dies habe laut Fehlinger mehrere Gründe. Zunächst könnten die Ärztinnen und Ärzte die benötigten Parameter, wie zum Beispiel die Herzfrequenz oder die Blutsauerstoffsättigung, in Situationen abrufen, in denen sich der User sich in völliger Ruhe befindet. Andererseits können auf diese Art und Weise unnötige Fahrten in Facharztzentren zur Nachkontrolle vermieden werden.

Alle gesammelten Daten der Patientinnen und Patienten stehen den Ärztinnen und Ärzten in einem Dashboard gebündelt zur Verfügung. Darüber können diese sich – auch über einen längeren Zeitraum hinweg – Veränderungen von Vitalparametern anzeigen lassen oder Grenzwerte definieren, bei deren Über- oder Unterschreitung das Wearable Alarm schlägt und gegebenenfalls die Rettungsleitstelle alarmiert. Auch hierzulande ­haben verschiedene Akteure die Vorzüge von ­Telemonitoring im Gesundheitswesen entdeckt. Schließlich kann dadurch eine hohe Versorgungsqualität sowie eine geringere Arbeitsbelastung für die Leistungserbringer gewährleistet werden.

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