Krankenhausreform Der Patient muss zurück in den Fokus!

Von Chiara Maurer 1 min Lesedauer

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Seit über einem Jahr wird bereits über die geplante Krankenhausreform diskutiert – nun meldet sich der GKV-Spitzenverband zu Wort. Laut Vorständin Stefanie Stoff-Ahnis gehe man das Vorhaben derzeit grundlegend falsch an.

„Mich besorgt, dass sich in der Diskussion über die Krankenhausreform die Perspektive verschoben hat“, so GKV-Vorständin Stefanie Stoff-Ahnis.(©  GKV-Spitzenverband)
„Mich besorgt, dass sich in der Diskussion über die Krankenhausreform die Perspektive verschoben hat“, so GKV-Vorständin Stefanie Stoff-Ahnis.
(© GKV-Spitzenverband)

Stefanie Stoff-Ahnis, Vorständin des GKV-Spitzenverbandes, äußert ihre Besorgnis über die aktuelle Diskussion zur Krankenhausreform. Ihr zufolge hat sich die Perspektive verschoben, da vorrangig über die Finanzierungswünsche der Krankenhäuser und Länder gesprochen wird, anstatt darüber, wie Patientinnen und Patienten gut versorgt werden können. „Deshalb zum neuen Jahr mein dringender Appell an den Bundesgesundheitsminister und die 16 Landesgesundheitsministerinnen und -minister: Kehren Sie zurück zu dem Ausgangspunkt der Reformüberlegungen und stellen Sie endlich wieder die Patientinnen und Patienten mit ihren Versorgungsbedarfen in den Mittelpunkt“, so Stoff-Ahnis.

Trotz der Diskussionen, die sich nun bereits über ein Jahr hinziehe, läge nicht nicht einmal ein Referentenentwurf für die Krankenhausreform vor. „Das liegt vor allem an der Blockadehaltung der Länder“, moniert die Vorständin.

Ursprünglich sollte die Krankenhausreform bereits zu Beginn des aktuellen Jahres in Kraft treten. Aktuell verspricht der Bundesgesundheitsminister den Ländern und Krankenhäusern zusätzliche Finanzmittel, obwohl es keine verlässlichen Zusagen der Länder gibt, die Krankenhausstrukturen zu verbessern.

Das Probleme liege dabei auch darin, dass die Diskussion mit den Ländern den Fokus vom Patientenwohl gerückt habe. „Wir müssen die Reformdiskussion wieder vom Kopf auf die Füße stellen und erst über die besseren Versorgungsstrukturen sprechen und dann über die Finanzierung – und nicht umgekehrt.“

Im vergangenen Jahr erhielten die Krankenhäuser rund 93 Milliarden Euro von den gesetzlichen Krankenkassen, was einem Drittel der Beiträge der Beitragszahlenden entspricht. „Es ist genug Geld im System, es muss nur besser genutzt werden“, betont Stoff-Ahnis.

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