ePA für alle Deutscher Apothekerverband fordert objektive Auswertung

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Zum Start der Pilotphase der „ePA für alle“ hat sich der Deutsche Apothekerverband wohlwollend zu der E-Akte für gesetzlich Krankenversicherte geäußert. Im gleichen Atemzug fordert der Verband eine objektive Auswertung durch das Bundesgesundheitsministerium und die gematik in Zusammenarbeit mit allen Leistungserbringern.

Anke Rüdinger, Vizevorsitzende des DAV, hofft auf eine verbesserte Datengrundlage durch die ePA und unterstreicht die Arzneimittelexpertise der Apotheken.(©  vegefox.com – stock.adobe.com)
Anke Rüdinger, Vizevorsitzende des DAV, hofft auf eine verbesserte Datengrundlage durch die ePA und unterstreicht die Arzneimittelexpertise der Apotheken.
(© vegefox.com – stock.adobe.com)

In drei Modellregionen startet heute die „ePA für alle“, in Hamburg und Franken (Bayern) beteiligen sich neben Arztpraxen und Kliniken auch rund 50 Apotheken an der Testphase. Ziel ist es laut dem Deutschen Apothekerverband (DAV), in den kommenden Wochen praktische Erfahrungen zu sammeln. DAV-Vizevorsitzende Anke Rüdinger unterstrich vor diesem Hintergrund die Expertise der Apotheken, die hochdigitalisierte Betriebe seien: „Wir haben das E-Rezept vor einem Jahr erfolgreich in die bundesweite Gesundheitsversorgung eingeführt. Wir unterstützen jetzt auch die Einführung der elektronischen Patientenakte, um mittels Digitalisierung die Versorgung der Menschen zu verbessern“.

Während die ePA den Versicherten mehr Transparenz und Kontrolle über ihre Gesundheitsdaten brächte, könne sie in den Apotheken die Datengrundlage und Versorgungsqualität verbessern, so Rüdinger: „Apothekerinnen und Apotheker können schließlich mit ihrer Arzneimittelexpertise die medikamentöse Gesamttherapie am besten analysieren und bewerten.“ Um die ePA zum Erfolg zu verhelfen, müssten die Beteiligten allerdings das Vertrauen in die Sicherheit stärken und für eine gute User Experience sorgen: „Während der Pilotphase müssen wir genau hinschauen, wo noch Probleme auftreten und wie wir diese bis zum bundesweiten Roll-Out lösen können.“

Rüdinger betonte, dass der DAV und die Apotheken bereitstünden, um „alle Herausforderungen anzugehen und die ePA gemeinsam mit Partnern und Politik zum Erfolg zu führen.“ Einen weiteren Meilenstein sieht der Verband in der geplanten Einführung des elektronischen Medikationsplans (eMP) zum 15. Juli. Während die bereits bestehende elektronische Medikationsliste (eML) eine chronologische Auflistung aller verordneten Medikamente darstellt, soll der eMP eine von Apotheken und Arztpraxen gepflegte Übersicht der aktuellen Medikation bieten. „Diese wird zukünftig einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit leisten und den Patientinnen und Patienten im Alltag spürbare Vorteile bringen“, schreibt der DAV in seiner Pressemitteilung.

(ID:50285814)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung