Elektronische Patientenakte Die ePA ist angekommen

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Eine Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zeigt: Arztpraxen setzen die elektronische Patientenakte aktiv ein, doch deren technische Umsetzung sorgt nach wie vor für Unmut.

Dr. Sibylle Steiner, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).(Bild:  axentis.de / Lopata)
Dr. Sibylle Steiner, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).
(Bild: axentis.de / Lopata)

Mitte Januar 2026 fragte die Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) bei rund 4.500 Haus- und Fachärzten nach der Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA). Das zentrale Ergebnis: Die große Mehrheit nutzt sie. Wermutstropfen: An der Technik hapert es noch immer.

Laut KBV-Umfrage haben bereits 80 Prozent der Arzt- und Psychotherapeutenpraxen Dokumente in die ePA eingestellt, drei Viertel haben abgelegte Dokumente angesehen. Die Nutzung der Medikationsliste bewegt sich auf ähnlichem Niveau.

Die technische Bedienung ist jedoch störanfällig: Rund 60 Prozent der Ärztinnen und Psychotherapeuten sagten, dass sie in den vergangenen Wochen mindestens einmal nicht auf die ePA ihrer Patienten zugreifen konnten. Bei 53 Prozent war der Zugriff sehr langsam. Mehr als jede Dritte gab an, dass das Einstellen von Dokumenten teilweise nicht möglich war. Bei 27 Prozent stürzte das Praxisverwaltungssystem (PVS) seit ePA-Einführung mindestens einmal ab.

Die KBV betont, dass es je nach Hersteller und Produkt große Unterschiede gebe. „Praxen, die mit ihrem ePA-Modul zufrieden sind, weil es einfach und nutzerfreundlich zu bedienen ist, bewerten den Nutzen der ePA deutlich höher“, sagt KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner. Sie appellierte an die Hersteller, das Feedback der Praxen aufzugreifen und ihre Produkte, wenn nötig, nachzubessern.

Zeit wird es, denn eine Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zeigte kürzlich, dass viele Ärztinnen und Ärzte bereits über einen Wechsel ihrer Praxisverwaltungssysteme nachdenken.

(ID:50703802)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung