Studie Die großen Hürden in der IT-Sicherheit im Gesundheitswesen

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Warum fällt es Cyberkriminellen oft leicht, an wichtige Daten im Gesundheitswesen zu gelangen? Eine Studie von Absolute Security zeigt, mit welchen kritischen Herausforderungen viele Führungskräfte im Bereich des Sicherheits- und Risikomanagements (SRM) zu kämpfen haben.

15 Prozent der Endgeräte haben keine oder nicht-übereinstimmente Sicherheits- und Risikokontrollen. (© Absolute Security Device Telemetry Data)
15 Prozent der Endgeräte haben keine oder nicht-übereinstimmente Sicherheits- und Risikokontrollen.
(© Absolute Security Device Telemetry Data)

Hacker haben es oft auf kritische Infrastrukturen abgesehen. Die kürzlich veröffentlichte Studie „Resilience Obstacles in the Healthcare Industry“ von Absolute Security untersuchte die Telemetriedaten von über einer Million PCs im Gesundheitswesen und beleuchtet, weshalb es für viele Führungskräfte schwierig ist, sich gegen Ransomware-Angriffe ausreichend zu schützen.

Der Sales Manager Central Europe bei Absolute Security, Thomas Lo Coco, erklärte: „Ransomware-Gruppen nutzen verwundbare Endpunkte aus, um den Betrieb zu stören und sensible Patientendaten zu stehlen. Gleichzeitig steigen die Compliance-Risiken, da Organisationen im Gesundheitswesen damit zu kämpfen haben, gesunde Sicherheitskontrollen aufrechtzuerhalten und KI-bezogene Bedrohungen zu überwachen.“

Die Studie hebt vor allem drei kritische Herausforderungen für Führungskräfte im Gesundheitswesen hervor:

  • Fehlende, nicht-konforme Sicherheits- und Risikokontrollen: Bei 15 Prozent der analysierten PCs stimmten die kritischen Sicherheitskontrollen nicht mit den internen Sicherheits- und Risiko-Richtlinien überein oder fehlten sogar gänzlich. Zu den Security-Lösungen gehörten Data Protection, Endpoint-Protection-Services (EPP/XDR), Security Service Edge (SSE), VPN und Vulnerability- Management-Lösungen. Diese Ergebnisse zeigen, dass PCs und Netzwerke im Gesundheitswesen häufig eine wichtige erste Verteidigungslinie fehlt.
  • Verspätete Patches: Nicht-gepatchte Schwachstellen sind eine der Hauptursachen für Sicherheitsverletzungen und Ransomware-Infektionen. Dabei ist der Windows-Endpunkt im Gesundheitswesen durchschnittlich etwa 48 Tage im Rückstand mit Sicherheits-Patches. Das führt dazu, dass viele Unternehmen das Risiko von Datenverletzungen und langwierigen, störenden Ausfällen eingehen.
  • Schatten-KI-Risiken: Einige Organisationen sind kaum in der Lage, die Nutzung von Schatten-KI zu regeln. Manche Mitarbeitende im Gesundheitswesens nutzen beispielsweise ChatGPT oder andere generative KI-Plattformen, die nicht HIPAA (Health Insurance Portability and Accountability Act)-konform sind. Obwohl es sich bei HIPAA in erster Linie um ein US-Gesetz handelt, kann es auch für deutsche Unternehmen relevant sein, wenn sie Gesundheitsdaten aus den USA verarbeiten oder darauf Zugriff haben.

Die Studie zeigt nicht nur die Barrieren auf, sondern gibt auch konkrete Handlungsempfehlungen, wie die Resilienz verbessert werden kann. „Mit einem proaktiven Resilienz-Ansatz können Krankenhäuser, Kliniken und Gesundheitsdienstleister Risikolücken schließen, regulatorische Verstöße vermeiden und sich nach einem Cyberangriff oder IT-Vorfall schnell wieder erholen“, sagte Lo Coco.

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