KHZG Die Vorteile von Patientenportalen

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Digitale Patientenportale rücken zunehmend in den Fokus – nicht zuletzt, weil sie bis Jahresende in allen Kliniken verfügbar sein müssen. Das Lebenszentrum Königsborn zieht mit dem Patientenportal von samedi eine positive Bilanz.

Auch auf der vergangenen Gesundheitsmesse DMEA präsentierte und erklärte das Team von samedi mehr zu Patientenportalen in Kliniken.(© Serina Sonsalla / Vogel IT-Medien)
Auch auf der vergangenen Gesundheitsmesse DMEA präsentierte und erklärte das Team von samedi mehr zu Patientenportalen in Kliniken.
(© Serina Sonsalla / Vogel IT-Medien)

Digitale Patientenportale sollen Patienten stärker in die Prozesse von Krankenhäusern integrieren und das Personal bei administrativen Aufgaben entlasten. Ein Patientenportal begleitet den gesamten Behandlungsprozess – von der digitalen Aufnahme über das Behandlungsmanagement bis hin zum Entlass- und Überleitungsmanagement zu nachgelagerten Leistungserbringern. Die gesetzliche Grundlage hierfür bildet das KHZG (Krankenhauszukunftsgesetz). Bis Ende des Jahres 2025 sollen alle Kliniken demnach ein Patientenportal bereitstellen, das mit dem KHZG konform ist.

Im Lebenszentrum Königsborn werden Behandelnde mit dem Patientenportal von samedi durch die digitale Aufnahme und Behandlung geführt. Das Lebenszentrum ist ein Kompetenzzentrum für Menschen mit (oder mit andeutender) Beeinträchtigung. Dazu zählen beispielsweise Mehrfachbehinderungen, Wachkoma-Patienten oder Kinder und Jugendliche mit neurologischen Erkrankungen, sozialen und psychischen Problemen. Diese Patienten, aber auch Eltern und Angehörige, erhalten nun einen einfacheren Zugang zu Informationen und Terminen.

In dem Portal werden die Online-Services des Lebenszentrums in einer zentralen Plattform gebündelt. Die Vorteile liegen darin, dass die Anamnese zu Hause erfolgen kann, Nachrichten und Überweisungsscheine online übermittelt werden und Fragen zum Aufenthalt im Vorfeld geklärt werden können. Im Behandlungsmanagement werden Patienten unter anderem an Termine erinnert, erhalten Informationen zur Aufklärung und können per Chat Nachrichten senden. Über die Webseite erhalten die Menschen schließlich Zugang zum Patientenportal und können einen eigenen Account erstellen. Dabei werden sensible Gesundheitsdaten durch eine patentierte Verschlüsselungstechnologie geschützt.

Erfahrungen im Lebenszentrum

Margarete Gollik ist Praxismanagerin im Sozialpädiatrischen Zentrum und zieht ein positives Fazit: „Das Patientenportal entlastet uns bei administrativen Aufgaben im Rahmen der Anmeldung und alle Anfragen per Nachricht oder Chat können nun zentralisiert beantwortet werden.“ Zudem ermögliche die Plattform neue digitale Prozesse: „Zum Beispiel beim Ausfüllen von Fragebögen.“ Auch Geschäftsführer Michael Radix zeigt sich zufrieden. Er sagte, dass die Terminservices höchste Datensicherheit für ihre Patientinnen und Patienten böten und ergänzt: „Wir erwarten eine höhere Termintreue durch automatisierte Terminerinnerungen und eine Reduktion des Verwaltungsaufwandes durch die Möglichkeit von digitalen Patientenformularen und Befunddokumentationen. Perspektivisch möchten wir die freigewordenen Ressourcen für eine optimierte Patientenversorgung nutzen.“

Mit der Echtzeit-Übertragung der Daten bleiben alle autorisierten Nutzer auf dem gleichen Stand. Herausforderungen bei der zielgruppengerechten Ansprache von Patienten wurden durch die Übersetzung der Inhalte in leichte Sprache gelöst. So verbessert die Plattform die Kommunikation und führt zu Qualitätssteigerungen in der Versorgung durch eine erhöhte Datenverfügbarkeit.

Prof. Dr. Alexander Alscher, Gründer und Geschäftsführer von samedi, teilte mit, dass die Einführung des Portals zeige, wie viel Potenzial durch innovative Technologien freigesetzt werden kann. „Wir sind stolz darauf, das Lebenszentrum Königsborn als eines der ersten von hunderten anderen Krankenhäusern, die wir als samedi ausstatten, auf diesem wichtigen Digitalisierungsweg zu begleiten und den Zugang für Patienten so einfach wie möglich zu gestalten“, so Alscher.

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