Saarländische Krankenhausgesellschaft Patientenportal im Saarland startet

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Besser gemeinsam: Auch im Saarland nutzen Kliniken die Chancen eines gemeinsamen Patientenportals. Blueprints sollen noch in diesem Quartal erarbeitet werden, Ende 2025 soll das Portal zur Verfügung stehen.

Über das Portal können Patienten Termine buchen, Daten und Informationen mit den Kliniken austauschen.(© VectorMine – stock.adobe.com)
Über das Portal können Patienten Termine buchen, Daten und Informationen mit den Kliniken austauschen.
(© VectorMine – stock.adobe.com)

Unter Federführung der Saarländischen Krankenhausgesellschaft eV (SKG) haben sich im Saarland zwölf Krankenhäuser zum Aufbau eines Patientenportals zusammengeschlossen. Über eine gemeinsam betriebene interoperable Plattform können künftig – bei Einverständnis der Patienten – Behandlungsunterlagen ausgetauscht werden. Patientinnen und Patienten wiederum können über das Portal per PC, Laptop oder Smartphone Termine vereinbaren, Daten und Dokumente bereitstellen, Nachrichten austauschen oder auch eine digitale Anamnese durchführen. Später sollen die Daten dann auch mit weiterbehandelnden Ärzten geteilt werden können. IT- und Datensicherheit hätten bei der Umsetzung höchste Priorität.

Möglich wurde das Projekt durch Fördermittel aus dem Krankenhauszukunftsfonds. Durch die gemeinsame Ausschreibung, das gemeinsame Konzept und Projektmanagement könnten Patientenportal und die digitale Infrastruktur in einer Dimension angegangen werden, die bei Einzelprojekten in dieser Qualität kaum möglich gewesen wäre, heißt es. „Dieses gemeinsame Patientenportal mit Interoperabilitätsplattform ermöglicht es uns, unsere Patienten stärker in die Behandlung einzubinden und bietet den Kliniken die Möglichkeit der besseren Zusammenarbeit.“ Es sei großartig zu erleben, wie viele begeisterte Menschen sich einsetzten, „um unser Gesundheitswesen neu zu denken und zu verbessern “, sagte SKG-Geschäftsführer Dr. Thomas Jakobs.

Der Fahrplan für die Umsetzung

Beim Kick-Off am 11. Oktober haben Mitarbeitende der teilnehmenden Kliniken, Digital Avantgarde als zentrales Projektbüro und Patientenportalanbieter PLANFOX erste Umsetzungsschritte für den Rollout festgelegt. Gemeinsam mit den Subunternehmen Vitagroup und Vamed will der Anbieter in den nächsten Monaten mit der Implementierung an den Pilotkliniken beginnen.

Konkret sieht die Roadmap folgende Schritte vor:

  • Q4 / 2024: Beginn der Erarbeitung übertragbarer Blueprints hinsichtlich Architektur und Technik mit vier Blueprint-Häusern – Prozessmodellierung von Basis-Soll-Prozessen und Beginn der Erarbeitung von Prozess-Blueprints mit den vier Blueprint-Häusern.
  • Es folgt die Implementierung zunächst in den Blueprint-Häusern, im Anschluss in allen Häuser des Verbunds. Im ersten Schritt soll der Fokus auf der Erfüllung der KHZG-Muss-Kriterien liegen. Diese sollen in allen KHZG-Muss-Kriterien in 1-3 Pilotabteilungen aller Häuser bis spätestens November 2025 produktiv sein, um den fristgerechten Abruf der KHZG-Fördermittel zu gewährleisten.
  • Funktionalitäten, die darüber hinausgehen, sollen 2026 aufgebaut werden.

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