Kreiskrankenhaus Torgau

Ein Patientenportal für die digitale Transformation

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Start trotz offener Aufgaben

Obwohl die betreffenden Schnittstellen noch nicht geschaffen sind, startet das Kreiskrankenhaus Torgau „Johann Kentmann“ in mehreren ausgewählten Pilotabteilungen mit dem Patientenportal – auch ohne Einbindung in die übergeordneten Informationssysteme und in dem Wissen, dass eine doppelte Dokumentation wahrscheinlich ist. Dieser Umstand macht die Kommunikation mit den Mitarbeitern noch wichtiger, zumal das Portal selbstverständlich im laufenden Betrieb eingeführt wird.

Ist die Systemintegration geschafft und wurden die Patientendaten in das Portal eingepflegt, wird die Akzeptanz – voraussichtlich – schnell steigen und positive Auswirkungen auf medizinische und klinische Prozesse sichtbar. Das macht sich vor allem an einer erwarteten Reduzierung des zeitlichen Aufwandes im Vergleich zur bisherigen Terminverwaltung fest.

Auch wenn das Projekt noch andauert, ziehen die Verantwortlichen eine positive Zwischenbilanz und haben Tipps für anderen Kliniken parat, die vor der Entscheidung für ein Patientenportal stehen. In Ihren Augen ist es ratsam, die historischen, analogen Prozesse frühzeitig kritisch zu analysieren und bei Bedarf aufzubrechen. Entscheidend ist, alle Personen, die mit dem Patientenportal arbeiten sollen, sowie das Prozessmanagement frühzeitig in den Transformationsprozess einzubeziehen. Für den Erfolg des Projektes ist ein motiviertes Team unerlässlich, das die Einführung auch bei Hindernissen vorantreibt. Wer diese Hinweise beherzigt, hat bereits die meisten Fallstricke einer erfolgreichen Implementierung vermieden.

Anna Sprenger
hat die Projektleitung des Patientenportals im Kreiskrankenhaus Torgau „Johann Kentmann“ inne.

Bildquelle: Kreiskrankenhaus Torgau

Kreiskrankenhaus Torgau „Johann Kentmann“

Johann Kentmann wurde am 21. April 1518 in Dresden geboren. Nach abgeschlossenem Medizinstudium und zahlreichen Studienreisen in Europa ernannte ihn die Stadt Meißen am 11. November 1550 zum Stadt-, Land- und Schulphysikus. Knapp vier Jahre später übernahm er die Stelle des Stadtphysikus in Torgau und erstellte im selben Jahr ein umfassendes „Kreutterbuch“ für Kurfürst August.

Sein Wirken in der nordsächsischen Renaissancestadt hinterließ derartige Spuren, dass er seit dem 1. Januar 1998 Namensgeber des Kreiskrankenhauses Torgau ist. Das Akutkrankenhaus der Regelversorgung mit fünf Fach- und drei Belegabteilungen sowie 230 Betten versorgt etwa 11.500 Patienten pro Jahr stationär. Hinzu kommen noch jährlich rund 50.000 ambulante Kontakte.

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