Elektronische Patientenakte ePA soll Behandlung besser machen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Vorbereitungen liefen über Jahre, zuletzt deckten Computerexperten noch eine Sicherheitslücke auf. Doch rechtzeitig zum Start des Digitalprojekts ePA soll alles funktionieren.

Allen Widrigkeiten zum Trotz soll die ePA bereits Ende dieses Monats in ganz Deutschland ausgerollt werden.(©  MQ-Illustrations - stock.adobe.com)
Allen Widrigkeiten zum Trotz soll die ePA bereits Ende dieses Monats in ganz Deutschland ausgerollt werden.
(© MQ-Illustrations - stock.adobe.com)

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet durchgreifende Verbesserungen bei Diagnosen und Behandlungen kranker Menschen in Deutschland. Grund ist der bundesweite Start der elektronischen Patientenakte (ePA) Ende dieses Monats. „Die elektronische Patientenakte macht die Behandlung besser“, sagte der bald aus dem Amt scheidende Minister der Ampel-Regierung in Berlin.

Ein Speicher für alle Gesundheitsdaten

Am Vortag war öffentlich geworden, dass die ePA ab dem 29. April in ganz Deutschland genutzt werden kann. Ab dem 1. Oktober sollen Ärzte, Kliniken und andere Leistungsanbieter verpflichtet werden, sie zu nutzen. Patientinnen und Patienten können einer Nutzung widersprechen oder diese begrenzen. In der ePA sollen etwa Arztbriefe, Befunde, Laborwerte und verordnete Medikamente gesammelt werden.

Lauterbach erwartet nach eigenen Worten unter anderem die Vermeidung von Medikationsfehlern. „Daran sterben in Deutschland täglich Menschen“, sagte er. Patientinnen und Patienten blieben zudem Doppeluntersuchungen erspart, also etwa eine neue Röntgenaufnahme, wenn so eine Aufnahme aus einer anderen Praxis oder einem Krankenhaus schon vorliegt.

Sicherheitslücke sei geschlossen

Lauterbach bekräftigte, eine im vergangenen Jahr vom Chaos Computer Club (CCC) aufgedeckte Sicherheitslücke sei rechtzeitig vor dem Start behoben worden. Diese Schwachstelle hätte Angreifern es ermöglichen können, auf sämtliche elektronische Patientenakten (ePA) zuzugreifen. So ein Massenangriff sei nun „technisch nicht mehr möglich“, versicherte Lauterbach. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), mit dem sein Haus in der Frage kooperiert habe, habe dies bestätigt. Somit sollen tatsächlich nur Praxen, Kliniken und Apotheken Zugriff auf die sensiblen Daten bekommen - und zwar nur dann, wenn die Versicherten ihre Krankenkassenkarte in deren Lesegerät stecken.

Die meisten gesetzlich Versicherten haben bereits seit dem 15. Januar eine ePA von ihrer Krankenkasse angelegt bekommen. In drei Modellregionen in Deutschland ist die ePA auch schon in Betrieb gegangen.

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