Biometrische Authentifierung Gematik gibt Nect Ident mit ePass frei

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Bislang mussten Krankenversicherte eine eID-PIN nutzen, um eine GesundheitsID zu erstellen und auf ePA, E-Rezept und TI-Messenger zugreifen zu können. Mit Nect Ident und einer zugehörigen digitalen Wallet hat die Gematik nun ein biometrisches Verfahren als alternativen Authentifizierungsweg freigegeben.

Mit der Nect Wallet Nect will Gründer und CEO „nahezu allen Menschen in Deutschland einen sicheren und einfachen Zugang zur Telematik-Infrastruktur ermöglichen“.(Bild: ©  Matthias Friel)
Mit der Nect Wallet Nect will Gründer und CEO „nahezu allen Menschen in Deutschland einen sicheren und einfachen Zugang zur Telematik-Infrastruktur ermöglichen“.
(Bild: © Matthias Friel)

Die Gematik hat das Verfahren Nect Ident mit ePass zur Erstellung der GesundheitsID freigegeben. Versicherte können sich damit künftig neben der regulären deutschen eID mit PIN auch biometrisch identifizieren und auf Anwendungen innerhalb der Telematikinfrastruktur (TI) zugreifen. Das Unternehmen Nect hatte bereits im August 2025 die Freigabe für die digitale Identitätsbestätigung zur Freischaltung und PIN-Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte sowie zur Nutzung der Online-Geschäftsstellen (OGS) der Krankenkassen erhalten.

Die Identifikation erfolgt ausschließlich über die Nect Wallet, die laut Anbieter vor Angriffen schützt sowie zu 100 Prozent „Made in Germany“ und bereits millionenfach im Einsatz sei. Der Ablauf für Nutzer ist einfach strukturiert: Ausweisdokument erfassen, NFC prüfen, anschließend ein Selfie-Video zur biometrischen Verifizierung aufnehmen. Nach erfolgreicher Verifikation können Krankenkassen ihre Versicherten direkt für ePA, E-Rezept und weitere TI-Anwendungen freischalten.

TI-Zugang für bislang Ausgeschlossene

Besonders relevant für die Digitalisierungsstrategie ist die Inklusionswirkung des Verfahrens. Die GesundheitsID bildet zwar die Identitätsgrundlage für zentrale Anwendungen, doch ein Teil der Bevölkerung wurde bislang von Verfahren wie der eID ausgeschlossen – etwa, weil sie keine PIN haben oder nicht im Besitz eines deutschen Ausweises sind.

Mit der Kombination aus eID und ePass lassen sich diese Barrieren reduzieren, meint Nect-CEO und -Gründer Benny Bennet Jürgens: Nect könne „nahezu allen Menschen in Deutschland einen sicheren und einfachen Zugang zur Telematik-Infrastruktur ermöglichen“. Für Krankenkassen eröffnet sich durch die Freigabe der biometrischen Option also die Möglichkeit, mehr Versicherte zu erreichen und dadurch die Nutzung digitaler Angebote zu steigern.

„Die Freigabe durch die Gematik zeigt, dass diese Verfahren praktikabel eingesetzt werden können und wir so gemeinsam die digitale Gesundheitsversorgung in Deutschland weiter voranbringen“, kommentieren Nect-CTO Philipp Kölmel und Dr. Julian Schweizer, VP-Technology bei Nect. Gleichzeitig wird im Zuge der Zertifizierung deutlich, dass das Verfahren hohe Sicherheitsanforderungen erfüllt. „Als Nect Wallet zeigen wir den Nutzenden […] nicht nur, dass Sicherheit auch nutzerfreundlich sein kann, sondern bilden auch die Brücke in die Ära der EUDI-Wallet“, zeigt sich Jürgens zuversichtlich.

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