Studie GenAI-Strategie im Gesundheitswesen

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Generative KI ist im Gesundheitswesen angekommen – über 80 Prozent der Einrichtungen verfügen immerhin über eine passende Strategie. Doch trotz hoher Erwartungen fehlt es vielen an den nötigen Fähigkeiten und einer modernen Infrastruktur, wie eine Studie von NTT Data zeigt.

Ergebnisse des neuen Executive-Insight-Reports „GenAI: The Care Plan for Powering Positive Health Outcomes“ von NTT Data. (Bild:  © NTT DATA)
Ergebnisse des neuen Executive-Insight-Reports „GenAI: The Care Plan for Powering Positive Health Outcomes“ von NTT Data.
(Bild: © NTT DATA)

Veraltete Technologien und unzureichende Datenverfügbarkeit sind zentrale Hindernisse für den Einsatz von KI. Dennoch ist generative künstliche Intelligenz längst angekommen, auch im Gesundheitswesen: Mehr als 80 Prozent verfügen über eine klare GenAI-Strategie – das zeigt nun eine Studie „GenAI: The Care Plan for Powering Positive Health Outcomes“ von NTT Data, in welcher die Antworten von 425 Entscheidungsträgern aus 33 Ländern zusammengetragen wurden.

„Die europäischen Zahlen unserer Untersuchung decken sich weitgehend mit den globalen Ergebnissen“, teilte Karsten Hauffe, Head of Industry Public & Energy bei NTT Data mit. Bei der Befragung fiel allerdings auf, dass lediglich 40 Prozent ihre KI-Strategie auch auf ihre Geschäftsstrategie ausrichten. Zwar schätzen mehr als die Hälfte ihre Fähigkeiten bezüglich generativer KI als leistungsstark ein, doch sagten gleichzeitig drei Viertel aller Studienteilnehmer, dass ihnen die notwendigen Fähigkeiten für einen effektiven Umgang fehlen würden.

Sicher sind sich dagegen fast alle, dass GenAI die Forschung und Entwicklung beschleunigt (94 Prozent). Schließlich sind die Potenziale klar: schnellerer Zugang zu Behandlungsmethoden, verbesserte Diagnosen, prädiktive Analysen sowie eine Automatisierung von Aufgaben. Etwas mehr Personen finden zudem, dass cloudbasierte Lösungen die praktischste und kostengünstigste Option dafür sind.

Die Umfrage zeigt auch klare Ergebnisse bezüglich der IT-Sicherheit im Einsatz generativer KI, zum Beispiel befürchten 91 Prozent der Führungskräfte im Gesundheitswesen Datenschutzverletzungen und den potenziellen Missbrauch geschützter Gesundheitsdaten. Fast genauso viele sind der Meinung, dass die Vorteile und Potenziale von KI alle Sicherheits- und Rechtsrisiken überwiegen. Deshalb planen auch knapp 60 Prozent hohe Investitionen in den nächsten zwei Jahren. Aktuell sieht Hauffe das etwas kritisch: „Interessant ist, dass in Europa nur 31 Prozent – gegenüber 44 Prozent weltweit – voll und ganz zustimmen, dass sie ausreichend in die Datenspeicherung und -verarbeitung im Zusammenhang mit GenAI-Workloads investiert haben.“ Dagegen stimmten wohl über 40 Prozent der Aussage zu, dass ihre Cybersicherheitskontrollen die aktuellen KI-Anwendungen wirksam schützen.

Hauffe stellt nach der Beurteilung der Umfragewerte klar, dass noch erheblicher Handlungsbedarf bestehe – und zwar bei der Verfügbarkeit von Daten und eben jenen veralteten technologischen Infrastrukturen in Gesundheitseinrichtungen.

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