Organspende-Register Gerlach wirbt für generelles Opt-Out

Von Johannes Kapfer 1 min Lesedauer

Organspende ist für viele ein schwieriges Thema. Kürzlich ist die erste Stufe des Organspende-Registers online geschaltet worden. Laut dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege ist das nicht zielführend genug.

Die ehemalige Digitalministerin Bayerns leitet seit November 2023 die Geschicke des Gesundheitswesens im Freistaat.(©  Digitalministerium Bayern)
Die ehemalige Digitalministerin Bayerns leitet seit November 2023 die Geschicke des Gesundheitswesens im Freistaat.
(© Digitalministerium Bayern)

Was lange währt, wird endlich gut? Mit zwei Jahren Verspätung ist am Montag die erste Stufe des langerwarteten Organspende-Registers in den Live-Betrieb übergegangen. „Es ist kaum zu erwarten, dass damit ein substanzieller Fortschritt zur Beseitigung des Organmangels erreicht werden kann.“ Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) ist eine Verfechterin der sogenannten Widerspruchslösung, die in vielen anderen Ländern zur Anwendung kommt. Dort gilt: Wer zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widerspricht und diesen Widerspruch rechtssicher dokumentiert, gilt nach dem Ableben als potenzieller Organspender.

Gerlach führte diesbezüglich weiter aus, dass man weitere Schritte benötige, um die grundsätzliche Spendenbereitschaft zu erhöhen. Mit einer allgemeinen Widerspruchslösung müssten sich alle Bürgerinnen und Bürger – zumindest einmal – mit der Thematik Organspende auseinandersetzen und eine Entscheidung für sich treffen. Zudem würden damit auch die Angehörigen nachhaltig entlastet werden und müssten im Moment der Trauer keine Entscheidung dieser Kragenweite treffen.

Bayernweit gab es im vergangenen Jahr lediglich 126 postmortale Organspenden. Im Vergleich zu rund 1.200 Personen, die dringend auf ein Spenderorgan warten, sei dies ein „bedrückender Zustand“, betonte Gerlach.

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