1. Faktor Mensch – die empfindlichste Schwachstelle abgeriegelt
Die menschliche Komponente gehört noch immer zu den größten Sicherheitsrisiken in der Krankenhaus-IT. Oft gelangt Ransomware zum Beispiel durch Social-Engineering-Angriffe in das interne IT-Netzwerk. Typische Beispiele hierfür sind Phishing-Angriffe auf Admin-Daten oder gefälschte E-Mails von vertrauten Kollegen. Aber auch bewusste Angriffe von Mitarbeitern (Insider-Attacks), die dem Krankenhaus schaden sollen, stellen eine ernstzunehmende Bedrohung dar und erfordern die Aufmerksamkeit der IT-Verantwortlichen.
Managed Services können wertvolle Dienste leisten, um diese Sicherheitslücken zu schließen. In vielen Service-Modellen wird das Speichersystem komplett von einem externen Dienstleister administriert, überwacht und gewartet. Dabei haben Krankenhausmitarbeiter – selbst der privilegierteste Administrator – im Optimalfall keine Zugriffsrechte auf das Storage-Backend. Die begrenzten Zugriffsrechte sorgen auch dafür, dass die WORM-Versiegelung nicht über Hintertüren entfernt werden kann.
2. Software-Updates – Storage-Systeme up to date halten
Die Realität in vielen IT-Abteilungen im Gesundheitsbereich ist geprägt von zu wenig Arbeitszeit bei zu vielen IT-Systemen. Verschleppte oder unvollständige Updates können jedoch zu gefährlichen Sicherheitslücken führen.
Auch hier kommen die Vorteile von Managed Services ins Spiel. Oft übernimmt der externe Dienstleister das Monitoring und die Wartung des Speichersystems inklusive des Update- und Patch-Managements. Die IT kann sich darauf verlassen, dass wichtige Aktualisierungen ins Speichersystem eingespielt werden und das System aktuell bleibt. Sicherheitslücken, die findige Cyber-Kriminelle ausnutzen könnten, bleiben geschlossen, ohne dass sich die Krankenhaus-IT darum kümmern muss.
3. Zentralisierung – für eine weniger anfällige IT
Die IT-Komplexität steigt – vor allem im Gesundheitswesen. Ein durchschnittlich großes Krankenhaus hat mitunter hunderte IT-Systeme im Einsatz (KIS, PACS, DMS, ECM etc. mit entsprechenden Datensilos), und die Anzahl steigt kontinuierlich. Jedes weitere IT-System birgt das Risiko für Schlupflöcher für Cyber-Kriminelle.
Die IT-Komplexität lässt sich senken, indem Silos aufgelöst und verschiedene Speicherquellen zu einem zentralen Storage-System zusammengefasst werden. Ein sinnvolles Szenario wäre beispielsweise, die Backup-Speicherung und die revisionssichere Archivierung mit einer Storage-Lösung abzudecken. Neben einer erhöhten IT-Sicherheit können dadurch auch Synergieeffekte in Bezug auf Kosten und Aufwände erzielt werden. Wenn das Ganze dann noch als Managed Service betrieben wird, lässt sich ein kompletter Baustein der IT-Komplexität aus dem Rechenzentrum nehmen – und die interne IT damit spürbar entlasten.
Fazit: Immutable Storage gepaart mit Managed Services als starker Schutzwall
Backups sind ein wichtiger Eckpfeiler der IT-Sicherheit. Allerdings nützen sie wenig, wenn sie selbst von einem Ransomware-Angriff befallen werden. Um Backups abzusichern, liefert Immutable Storage ein wirkungsvolles Werkzeug, das die Daten gegen Veränderung, Verschlüsselung und Löschung immunisiert.
Ralf Steinemann, Geschäftsführer von iTernity.
(Bild: iTernity)
Neben der IT-Security kämpfen IT-Abteilungen in Kliniken mit unzähligen weiteren Herausforderungen. Ganz oben auf der Liste stehen das rasante Datenwachstum, die Kosteneffizienz, die Flexibilität und der IT-Fachkräftemangel. Mit einer Scale-Out-Speicherlösung in Verbindung mit Managed Services lassen sich diese Herausforderungen zukunftssicher meistern – auch ohne die Public Cloud im eigenen Rechenzentrum.
* Der Autor: Ralf Steinemann, Geschäftsführer von iTernity.
Aktuelles eBook
Disaster Recovery – Konzepte für den Daten-Notfall
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Ransomware-Attacken bedrohen die gesamte IT und speziell die gespeicherten Daten in einem nie zuvor gekannten Ausmaß. Um den Angriffen der Cyberkriminellen zu begegnen, benötigen Unternehmen eine funktionierende Disaster-Recovery-Strategie. Unser neues eBook erläutert DR-Strategien – inklusive unterschiedlicher DR-Pläne, unerlässlicher DR-Tests und DR-as-a-Service.
Dieser Artikel erschien ursprünglich bei unserem Schwesterportal Storage-Insider.
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Stand: 08.12.2025
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