Niedersachsen „Gesundheitsinfrastruktur neu denken“

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

Niedersachsen investiert kräftig in neue, moderne Kliniken. „Die Grundlage eines zukunftsfähigen Gesundheitssystems sind moderne Krankenhäuser, die den Bedürfnissen der Menschen entsprechen“, sagt Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi.

Dr. Andreas Philippi, niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung(©  Nds. Sozialministerium)
Dr. Andreas Philippi, niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung
(© Nds. Sozialministerium)

Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hat Förderbescheide für zwei Klinik-Neubauten übergeben. Ein Förderbescheid in Höhe von 100 Millionen Euro geht an das geplante Zentralklinikum im Landkreis Diepholz. Der Neubau soll die drei bestehenden Kliniken in Bassum, Diepholz und Sulingen ablösen.

„Der Klinikneubau ist ein Paradebeispiel dafür, wie qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung im Flächenland Niedersachsen zukünftig aussehen kann“, kommentiert Philippi. „Der Landkreis Diepholz hat sich hier in enger Abstimmung mit allen Beteiligten frühzeitig und beherzt auf den Weg gemacht, die Gesundheitsinfrastruktur neu zu denken – immer mit dem gemeinsamen Ziel vor Augen, den Bürgerinnen und Bürgern in der Region zukünftig ein modernes und gut erreichbares Krankenhaus zu bieten.“

Das Bauvorhaben soll in den kommenden Jahren durch das Land Niedersachsen und den Bund mit voraussichtlich 250 Millionen Euro unterstützt werden. Die Finanzierung erfolgt dabei schrittweise und bedarfsgerecht: Die zugesagten Beträge aus der Förderung von Krankenhausinfrastrukturprojekten werden nicht als Gesamtsummen überwiesen, sondern entsprechend den umgesetzten Bauabschnitten ausgezahlt. Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Neubau des Zentralklinikums im Landkreis Diepholz beläuft sich laut Gesundheitsministerium auf rund 320 Millionen Euro.

Attraktiver Arbeitgeber

Im künftigen Zentralklinikum des Landkreises sollen die medizinischen Leistungen ausgebaut werden. „Modernste Einrichtungen und eine zeitgemäße Infrastruktur ermöglichen eine qualitativ hochwertige Versorgung unserer Patientinnen und Patienten“, sagt Uwe Lorenz, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikverbundes, und betont auch die Notwendigkeit in Richtung Mitarbeitergewinnung: „Nicht zuletzt schaffen wir mit dem Neubau auch eine attraktive Arbeitsumgebung für Mitarbeitende und gehen einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Sicherung von Fachkräften im Landkreis Diepholz.“

Einen weiteren Förderbescheid, diesmal in Höhe von acht Millionen Euro, übergab Philippi an das Delme Klinikum Delmenhorst (DKD). Den mittlerweile zweiten Finanzierungsabschnitt sieht der Minister als gute Investition. „Die Grundlage eines zukunftsfähigen Gesundheitssystems sind moderne Krankenhäuser, die den Bedürfnissen der Menschen entsprechen“, so Philippi. „Der hochmoderne Neubau, der im Zuge der Zusammenlegung der JHD Klinika Deichhorst und Mitte am Standort Delmenhorst entsteht, ist ein solch zukunftsweisendes Projekt.“ Der Neubau mit „zeitgemäßer medizinischer Technologie“ verbessere nicht nur die Patientenversorgung, sondern optimiere auch Arbeitsabläufe für die Mitarbeitenden, steigere die Attraktivität als Arbeitgeber und stärke somit das Gesundheitssystem nachhaltig.

Für das neue Klinikum sind unter anderem die Fachrichtungen Radiologie, Funktionsdiagnostik, Endoskopie, Urologie, Geriatrie, Neonatologie sowie ein Herzkatheterlabor vorgesehen. Ebenfalls soll es die Gynäkologie samt Entbindungsstation und die Kinderklinik sowie einen OP-Bereich mit sechs Operationssälen beherbergen.

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