Bundesgesundheitsministerium Klinik-Atlas sorgt weiter für Unmut

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

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Aus Niedersachsen kommt deutliche Kritik am Klinik-Atlas des Bundesgesundheitsministeriums. Der Appell an Karl Lauterbach: „Stellen Sie den Klinik-Atlas offline!“

Dr. Andreas Philippi, niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung. (©  Nds. Sozialministerium)
Dr. Andreas Philippi, niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung.
(© Nds. Sozialministerium)

„Prof. Dr. Karl Lauterbach, es ist Zeit zu handeln und den Bundes-Klinik-Atlas offline zu stellen! Sie haben landauf, landab die Krankenhäuser gegen sich aufgebracht“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi und Helge Engelke, Verbandsdirektor der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG). „Ihr Klinik-Atlas ist ein Stimmungskiller in den Krankenhäusern, weil sich die Kolleginnen und Kollegen durch die eklatanten Fehldarstellungen an den Pranger gestellt fühlen.“

Zudem seien die Patientinnen und Patienten verunsichert und desorientiert. „Damit ist das Ziel, mehr Transparenz und Orientierung zu geben, ins Gegenteil verkehrt worden. Es darf zudem grundsätzlich nicht sein, dass ein staatliches Informationsangebot derart vor Fehlern strotzt. Datenrichtigkeit ist das oberste Gebot!“, heißt es aus Niedersachsen.

Der Klinik-Atlas des Bundes wurde Mitte Mai veröffentlicht und sorgt seither für Unmut. Das Klinikum Hochsauerland berichtete bereits kurz nach der Veröffentlichung über erhebliche Datenlücken, kurz darauf meldeten auch Kliniken aus Schleswig-Holstein fehlerhafte Informationen. Von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) kam bereits im Vorfeld Kritik, da sie in Kooperation mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) jahrelang ein Krankenhausverzeichnis betrieben hat, das jüngst zusätzlich um eine Transparenzsuche ergänzt wurde. „Auch der Transparenzatlas des Bundes wird keine aktuelleren Daten haben“, betont Gaß. Entsprechend interessiert blickte er deshalb bereits im Vorfeld auf den angekündigten Klinik-Atlas des Bundes: „Wir sind sehr gespannt, was der Bundesgesundheitsminister zusätzlich liefern wird“, sagte Gaß.

NKG-Verbandsdirektor Helge Engelke(©  NKG)
NKG-Verbandsdirektor Helge Engelke
(© NKG)

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