Versorgungsdaten für die Forschung nutzen Klinisches Datenzentrum der Vivantes-Kliniken startet

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Die Vivantes-Kliniken haben ein Klinisches Datenzentrum in Betrieb genommen, um Versorgungsdaten für die Forschung nutzbar zu machen sowie Behandlungen und Patientenbetreuung zu verbessern.

Mit einer freiwilligen Datenspende können Patientinnen und Patienten die Forschung unterstützen und so auch anderen Betroffenen helfen.(© VectorMine – stock.adobe.com)
Mit einer freiwilligen Datenspende können Patientinnen und Patienten die Forschung unterstützen und so auch anderen Betroffenen helfen.
(© VectorMine – stock.adobe.com)

Gut 200.000 Patientinnen und Patienten werden in den Berliner Vivantes-Kliniken jedes Jahr stationär versorgt. Die großen Mengen an klinischen Daten, die dabei erfasst werden, sind für die Forschung äußerst wertvoll. Um diese Chance zu nutzen, hat der kommunale Krankenhauskonzern jetzt ein Klinisches Datenzentrum eingerichtet: Wer in einem Vivantes Klinikum behandelt wird, kann seine Gesundheitsdaten der Wissenschaft spenden und damit anderen helfen. Basierend auf diesen Daten können etwa neue Behandlungsmethoden oder Medikamente entwickelt werden.

Vivantes arbeitet dabei nach den Standards der Medizin-Informatik-Initiative (MII) und nutzt auch deren Broad-Consent-Verfahren, um die freiwillige Zustimmung der Patienten einzuholen. Datenschutz und Datensicherheit haben dabei höchste Priorität. Betont wird, dass es keinerlei Verbindung zur elektronischen Patientenakte gibt. Für die Forschung werden die Daten nur in anonymisierter bzw. pseudonymisierter Form verwendet, das Vorgehen ist auf der Website des Datenzentrums erläutert, dazu gibt es auch Videos zur Erklärung. Welche Studien mit Hilfe ihrer Daten durchgeführt werden, können Interessierte über die Website des Forschungsdatenportals für Gesundheit der MII mitverfolgen.

Ein Beispiel für die Datennutzung ist der Digitale Fortschrittshub CAEHR. Das Projekt untersucht, wie Notfallversorgung, Rehabilitation und ambulante Betreuung Herz-Kreislauf-Erkrankter durch digitale Datenübertragung verbessert werden können. Die sektorübergreifende, forschungskompatible Datenbereitstellung wird in konkreten Anwendungsfällen in der Versorgungspraxis erprobt und ihr Mehrwert überprüft. Vivantes hat sich an diesem Projekt als Mitglied des HiGHmed-Konsortiums der MII beteiligt, eines Netzwerks von Universitätskliniken und medizinischen Forschungseinrichtungen in Deutschland und Luxemburg.

Die Daten werden zudem in den Kliniken selbst genutzt, um die Patientenflüsse besser zu steuern. So können Mitarbeitende in den Zentralen Notaufnahmen über Dashboards freie Betten auf den Stationen finden. Das verringert die Wartezeit bei der Verlegung.

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