Thüringen Land fördert Ausbau des Teleintensivmedizin-Netzwerks

Von Chiara Maurer 2 min Lesedauer

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Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) erhält vom Land Thüringen umfassende Fördermittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro für den Ausbau des Teleintensivmedizin-Netzwerks im Freistaat.

Das Teleintensivmedizin-Netzwerk „InTeliNeT“ ermöglicht den angeschlossenen Kliniken eine hochspezialisierte intensivmedizinische Betreuung von Patientinnen und Patienten.(©  Everyday better to do everything you love – Getty Images via Canva.com)
Das Teleintensivmedizin-Netzwerk „InTeliNeT“ ermöglicht den angeschlossenen Kliniken eine hochspezialisierte intensivmedizinische Betreuung von Patientinnen und Patienten.
(© Everyday better to do everything you love – Getty Images via Canva.com)

Das Teleintensivmedizin-Netzwerk „InTeliNeT“ ermöglichte – damals noch unter dem Namen „SAT4COV“ – während der Hochphase der Corona-Pandemie die spezialisierte Behandlung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten auf Intensivstationen in ganz Thüringen. Nun soll das Netzwerk ausgebaut werden und wird dafür in den nächsten zwei Jahren vom Thüringer Gesundheitsministerium mit 1,3 Millionen Euro finanziell unterstützt. Gefördert werden dabei sowohl die gerätetechnische Ausstattung als auch der personelle Aufwand für Telekonsile, Fort- und Weiterbildung sowie Qualitätssicherung in den teilnehmenden Netzwerkkliniken.

Die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner betont die wachsende Bedeutung der Telemedizin und lobt das interdisziplinäre Teleintensiv-Netzwerk: „InTeliNeT demonstriert eindrucksvoll, wie gut die Telemedizin im hoch technisierten und kritischen Bereich der Intensivmedizin funktionieren kann. Daher unterstützen wir dieses Netzwerk, das die Zusammenarbeit der Thüringer Kliniken weiter verbessert.“

Das Netzwerk, zentral gesteuert vom Universitätsklinikums Jena (UKJ), profitiert von den Erfahrungen, die die Intensivmedizinerinnen und -mediziner des UKJ bei der Etablierung des Schlaganfallnetzwerkes in über zehn Jahren gesammelt haben. Die telemedizinische Infrastruktur ermöglicht Online-Videoschaltungen zwischen den Kliniken und dem UKJ, wodurch die fachärztliche Beurteilung von Patientinnen und Patienten mit verschiedenen intensivmedizinischen Fragestellungen verbessert wird.

„Schon als wir uns vor drei Jahren mit den Intensivstationen in zehn Thüringer Kliniken vernetzt haben, hatten wir den Gedanken, das hier entstandene Netzwerk, die Technik, die Logistik und das Know-how für die Zukunft zu nutzen und ein Netzwerk für alle intensivmedizinischen Fragestellungen zu etablieren“, erklärt Professor Michael Bauer, Direktor der Klinik für Intensivmedizin und Anästhesiologie am UKJ.

Durch das Netzwerk des InTeliNeT können spezialisierte Intensivmedizinerinnen und -mediziner sowie interdisziplinäre Behandlungsteams bei intensivmedizinischen Therapien wie Sepsis, ECMO-Verfahren oder der Feststellung des Hirntods unkompliziert miteinbezogen werden indem Ärztinnen und Ärzte der kooperierenden Kliniken über Online-Videoschaltungen direkt mit Expertinnen und Experten des UKJ kommunizieren können. Eine mobile Teleintensivmedizinstation ermöglicht es, Intensivpatientinnen und -patienten vorzustellen und Zugriff auf entscheidende Daten wie Vitalparameter, Bildgebung und Krankheitsverlauf zu erhalten. Durch ein telemedizinisches Konsil zwischen UKJ-Expertinnen und Experten mit ihren Kolleginnen und Kollegen erfolgt dann die fachärztliche Beurteilung sowie die Festlegung des weiteren Vorgehens. Das Netzwerk ermöglicht also eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Kliniken. Die Expertise des UKJ wird genutzt, um Patientinnen und Patienten in ganz Thüringen eine hochspezialisierte intensivmedizinische Betreuung zukommen zu lassen.

Derzeit umfasst das interdisziplinäre Teleintensivmedizin-Netzwerk zehn Kliniken in Altenburg, Arnstadt, Greiz, Hildburghausen, Rudolstadt, Saalfeld, Schleiz, Schmalkalden, Sondershausen und Sonneberg. Durch die Förderung des Freistaats können künftig neun weitere Kliniken, darunter Intensivstationen sowie Kinderkliniken, von der Anbindung an das Netzwerk profitieren.

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