Hessen Ministerin will telefonische Krankschreibung beschränken

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Krankschreibung per Telefon? Hessen will das strenger regeln. Wie die Vorschläge der hessischen Gesundheitsministerin aussehen.

Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz (SPD) wechselte im Januar 2024 von der Kommunalpolitik in die Gesundheitspolitik.(© Paul Schneider / Hessische Staatskanzlei)
Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz (SPD) wechselte im Januar 2024 von der Kommunalpolitik in die Gesundheitspolitik.
(© Paul Schneider / Hessische Staatskanzlei)

Die telefonische Krankschreibung sollte nach Ansicht der hessischen Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) eine „enge Ausnahme“ und ausschließlich bei Hausarztpraxen möglich sein. „Diese begleiten ihre Patientinnen und Patienten kontinuierlich, kennen ihre Krankengeschichte und tragen Verantwortung für den gesamten Behandlungsverlauf“, sagte sie in Wiesbaden. Denkbar sei auch, die mögliche Krankschreibung per Telefon von derzeit fünf auf zwei Kalendertage zu verkürzen.

Die geplante Einführung eines Primärversorgungssystems sei der richtige Zeitpunkt, um offene Fragen zur telefonischen Krankschreibung zu lösen, so Stolz. Union und SPD im Bund wollen ein verbindliches Steuerungssystem einführen, bei dem man primär – also zuerst – in eine Hausarztpraxis geht. Diese überweist dann bei Bedarf an die entsprechenden Fachärzte. Diese Überweisung soll an einen bestimmten Zeitraum gekoppelt sein.

Hausarztpraxen entlasten

Stolz betonte, dass es auch darum gehen müsse, die Hausarztpraxen zu entlasten. Dafür sollten – in ihren Augen – nach hessischem Vorbild alle relevanten Akteure wie etwa die Krankenkassen oder die Kassenärztliche Vereinigung eng in die Planungen für eine Reform eingebunden werden.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuletzt den hohen Krankenstand in Deutschland kritisiert und in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeiten zur telefonischen Krankschreibung bemängelt. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte daraufhin an, die Regelung überprüfen zu wollen.

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