Arzneimittelforschung Neue Wege gehen: KI in der Medikamentenentwicklung

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Pharmaunternehmen sehen sich mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert, bevor ein Medikament überhaupt zugelassen wird. Hinzu kommen Lieferengpässe von außerhalb, die wichtige Arzneimittel in Deutschland knapp machen. Künstliche Intelligenz (KI) treibt nun die Entwicklung der deutschen Medizinforschung voran, indem sie dabei hilft, neue Medikamente effizient, kostengünstig und schnell auf den Markt zu bringen.

Die KI in der Arzneimittelforschung verbessert die Produktivität in der Entwicklung und beschleunigt so die Markteinführung neuer, lebensnotwendiger Medikamente.(© VISIONARTIST – stock.adobe.com)
Die KI in der Arzneimittelforschung verbessert die Produktivität in der Entwicklung und beschleunigt so die Markteinführung neuer, lebensnotwendiger Medikamente.
(© VISIONARTIST – stock.adobe.com)

In Deutschland sind Medikamente nach wie vor knapp. Ende September 2023 fehlten aufgrund von Lieferengpässen über 500 Medikamente, davon über 100 Antibiotika. Nun wurde am 27. März das angekündigte Medizinforschungsgesetz beschlossen, um die Medizinproduktion wieder verstärkt nach Deutschland zu holen und die Zulassungsverfahren neuer Medikamente zu vereinfachen.

Trotz der gelockerten gesetzlichen Vorgaben bestehen für Pharmaunternehmen allerdings hohe Hürden: Die Methoden in der Arzneimittelforschung erfordern genaue Studien mit relevanter Literatur und klinischen Daten. Der Prozessaufwand ist hoch, zeitaufwendig und mit hohen Kosten verbunden. Deshalb dauerte es im Schnitt über 13 Jahre – von der Idee bis zur Zulassung – bis ein Arzneimittel schließlich auf den Markt kommt. Eine Chance, den Prozess zu beschleunigen, könnte der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medikamentenentwicklung sein: „Mehr als jeder andere technologische Durchbruch der letzten Jahrzehnte hat die generative KI das Potenzial, die Art und Weise zu revolutionieren, wie neue Medikamente erforscht, entwickelt und auf den Markt gebracht werden“, sagte Anna Elango, EVP, Core Technologies & Insights bei Cognizant.

KI-Technologien haben die Möglichkeit viele Datensätze schnell abzugleichen, die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Wirkstoffen zu erkennen und so die Entwicklung in der Medikamentenforschung zu unterstützen.

„Generative KI wird die nächste Welle von Produktivitätssteigerungen in Unternehmen aller Branchen vorantreiben“, so Alvin DaCosta, VP Global Consulting Partner Organization bei Nvidia. Mittels einer generativen KI-Plattform, wie der BioNeMo von Nvidia, können beispielsweise passende KI-Modelle einfacher und schneller entwickelt werden: Als eine Art Trainingsdienst können vorprogrammierte Modelle an die eigenen branchenspezifischen Daten angepasst und Prognosen getroffen werden. So können zum Beispiel 3D-Proteinstrukturen oder die Generierung von Proteinen, kleinen Molekülen sowie anderen Eigenschaften vorhergesagt werden. Für die Medizinforschung bedeutet das bessere Ergebnisse durch passende KI-Anwendungen und weniger Aufwand in der Datenanalyse.

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